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Zivildienst-Dauer steht zur Debatte

Von Martyna Czarnowska

Politik

Vor der gestrigen Sitzung der Zivildienstreformkommission legten die Parlamentsparteien ihre Positionen dar. Die meisten plädieren für eine Verkürzung des Zivildienstes. Lediglich die FPÖ kann sich weniger als zehn Monate Zivildienst nicht vorstellen.


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Sechs Monate sind der Opposition genug. Wie die "Wiener Zeitung" berichtete, sprechen sich SPÖ und Grüne für eine Angleichung der künftigen Dauer des Zivildienstes an den Präsenzdienst aus. Auch die Junge ÖVP (JVP) plädiert dafür. Anders sieht dies ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka: Seiner Meinung nach wäre das "für die Einsatzorganisationen Existenz bedrohend". Über diese Position zeigte sich wiederum Silvia Fuhrmann, Obfrau der JVP, "verwundert". Ein - von Lopatka "angedachtes" - verpflichtendes Sozialjahr auch für Frauen lehnt sie ab.

Laut FPÖ-Sicherheitssprecherin Helene Partik-Pable wären weniger als zehn Monate Zivildienst "nicht zu verantworten". Am liebsten wäre ihr, wenn es bei zwölf Monaten Dauer bliebe.

Weiteres Thema für die Kommission wird das Verpflegungsgeld sein, das derzeit bei durchschnittlich sechs Euro liegt. SPÖ und Grüne fordern eine Anhebung, etwa auf das Doppelte.