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Zu viele Randsportarten

Von Matthias Nagl

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Nicht nur Litauen darf heuer mit der Basketball-EM ein Großturnier seiner Lieblingssportart beherbergen. Im Eishockey war heuer mit der Slowakei ein Land WM-Gastgeber, das den Sport so fanatisch verfolgt wie kaum ein anderes. Erfolgsgarantie ist das natürlich keine, die Slowakei verabschiedete sich enttäuschenderweise schon in der Zwischenrunde von der Eishockey-WM. Auch Litauen wird für ein gutes Resultat bei der Heim-EM gehörig kämpfen müssen.

Doch beide Länder zählen in dieser Sportart unumstritten zur erweiterten Weltspitze, was aufgrund ihrer Größe durchaus bemerkenswert ist. Österreich kann das in einer Mannschaftssportart von zumindest begrenzt globaler Bedeutung nicht von sich behaupten. Das liegt daran, dass alle Mannschaftssportarten abgesehen vom global dominierenden Fußball hierzulande höchstens Randsportarten sind. Somit fällt ihnen der Vorteil eines überproportionalen Talentepools weg.