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Die 53-jährige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, die ihr Amt erst im Oktober 2000 von Joachim Gauck übernommen hat, liegt seit Monaten mit Innenminister Otto Schily (SPD) im Dauerclinch.
Um die Stasi-Strukturen zu erforschen, brauche man weiter den Zugang zu den Akten. Es dürfe nichts unter den Teppich gekehrt werden, wird die ehemalige Grünenpolitikerin, die schon in der DDR-Opposition aktiv war, nicht müde zu betonen. Jene Menschen, die in der DDR Widerstand geleistet hätten, hätten kein Verständnis dafür, wenn die Akten zu großen Teilen dichtgemacht würden. Ein Drittel des Stasi-Aktenbestandes ist bisher überhaupt noch nicht erschlossen.
Es sei schließlich auch ein Verdienst der DDR-Opposition, dass es das Stasi-Unterlagengesetz gibt, sagte die Mutter von drei erwachsenen Töchtern, die bis 1983 mit dem heutigen brandenburgischen Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) verheiratet war. Selbst gehörte sie der ersten brandenburgischen Regierung für die Grünen als Bildungsministerin an und sorgte für Aufsehen als sie 1992 aus Protest gegen frühere Stasi-Kontakte von Ministerpräsident Manfred Stolpe von diesem Posten zurücktrat. 1993/94 war sie Vorstandssprecherin der Grünen.
Ihr politisches Credo ist, dass es darum gehe, die Vergangenheit nicht zu verdrängen, sondern wieder Herr der eigenen Geschichte zu werden.
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