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Zumtobel geht an Börse

Von Harald Waiglein

Wirtschaft

Börsengang soll in Wien stattfinden. | Konzern will in Osteuropa und Asien wachsen. | Akquisitionen sind nicht geplant. | Wien. Der europäische Marktführer für Beleuchtungstechnik, die Vorarlberger Zumtobel AG, geht an die Börse. Ein genaues Datum steht noch nicht fest. Der Börsengang solle allerdings noch vor dem Sommer stattfinden, so Konzernchef Andreas Ludwig, und er solle in Wien stattfinden.


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Derzeit hat Zumtobel zwei Eigentümer: Zum einen ist das die Familie Zumtobel, die 50,04 Prozent der Anteile hält. Zum anderen ist es der US-amerikanische Private-Equity-Fonds Kohlberg, Kravis & Roberts (KKR). Dieser hält 49,96 Prozent am Unternehmen.

Kapitalerhöhung und Anteilsverkauf geplant

Im Zuge des Börsenganges soll es einerseits eine Kapitalerhöhung geben, andererseits wollen die Alteigentümer Anteile verkaufen. Die Familie Zumtobel will ihren Anteil auf knapp über 30 Prozent reduzieren. KKR plant ebenfalls, Anteile zu verkaufen, will aber nicht völlig aus Zumtobel aussteigen. Weil das Unternehmen hauptsächlich die Industrie beliefert, sieht man als Zielgruppe für den Börsengang weniger Klein- und Privatanleger, sondern eher institutionelle Investoren. Analysten schätzen den möglichen Erlös aus dem Börsengang auf 400-500 Mio. Euro. Das Geld will Zumtobel verwenden, um organisch in Osteuropa und Asien zu wachsen und um neue Produkte wie LED-Komponenten zu entwickeln. LED sei ein Innovations- und Wachstumsmotor für die gesamte Beleuchtungsindustrie, so Konzernchef Ludwig. Große Akquisitionen seien hingegen nicht geplant.

Die Zumtobel AG hat im vergangenen Jahr 1,13 Mrd. Euro Umsatz und 29,1 Mio. Euro Gewinn gemacht. Das Unternehmen verfügt über 24 Produktionsstandorte auf vier Kontinenten; Vertriebstöchter gibt es in mehr als 70 Staaten. Erst im vergangenen Jahr hat Zumtobel zwei neue Werke in China eröffnet, im Herbst soll ein weiteres in Rumänien folgen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 7.100 Mitarbeiter, 1.900 davon in Österreich.