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Zusammenlegen oder nicht?

Von Edwin Baumgartner

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Zusammenlegen oder nicht, das ist die Frage. Der Plan von Kulturministerin Claudia Schmid, das auf die weltweite kulturelle Vielfalt der Menschheit konzentrierte Völkerkunde- und das auf die Volkskunst Österreichs und seiner Nachbarländer spezialisierte Volkskundemuseum unter einem Dach und einer Direktion zu vereinigen, ist auf den ersten Blick so vernünftig, wie der neue Name schlecht ist.


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Denn "Museum neu" sagt gar nichts, vor allem nichts Inhaltliches. Außer, dass es eine neue Form von Museum ist. Was nicht stimmt. Denn es ist ein neues Museum, aber kein neuartiges. Doch im Moment spießt sich die Zusammenlegung sowieso.

Wobei man sowohl der Zusammenlegung als auch der getrennten Führung etwas abgewinnen kann. Die Zusammenleger mögen argumentieren, dass, wer sich für die Kuhglocke interessiert, automatisch auch für den javanischen Gamelan einen Sinn hat, schließlich geht es in beiden Fällen um Klangerzeugung. Während die Trennungsbefürworter argumentieren können, dass, wer sich für die Kuhglocke interessiert, an der bäuerlichen Volkskunst Europas etwas finden mag, nicht aber automatisch an javanischer Schlagzeugmusik.

Ergebnis: Recht machen kann mans ohnedies niemandem in dieser Frage. Doch mehr als deren Beantwortung verstimmt die Dauer der Entscheidungsfindung.