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Prämienanteil Osteuropas schon bei 43 Prozent. | Sattes Gewinnplus im vergangenen Jahr. | Wien. Die Würfel sind gefallen: Zum fixen Standort für ihre angekündigte Notiz an einer Ostbörse hat die Wiener Städtische nach monatelangem Sondieren den Börseplatz Prag auserkoren.
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Ebenfalls im Rennen waren Warschau und Bukarest. Dass die Aktien der Städtischen auch dort eines Tages gehandelt werden, will Konzernchef Günter Geyer nicht ausschließen.
In Prag jedenfalls notiert die Städtische - mit Osteuropa ist ihr Geschäft stark verflochten - ab 5. Februar (so wie die ostlastige Erste Bank, die ebenso nicht nur in Wien gelistet ist, sondern seit gut fünf Jahren auch in Prag).
"Wir sind der erste Versicherer, der an der Prager Börse notieren wird", sagte Geyer am Dienstag vor Journalisten. In deren PX-Index soll die Städtische am 25. März aufgenommen werden. Die Kosten für das Listing in Prag, mit dem sich Österreichs größte Versicherung vor allem neuen internationalen Investorenkreisen öffnen will, um die Liquidität der Aktie anzuheben, beziffert Geyer mit bis zu 20.000 Euro pro Jahr.
Die Wahl fiel deshalb auf Prag, weil Tschechien aktuell als der größte und wichtigste Ostmarkt im Konzern gilt - mit rund einem Fünftel der Gesamtprämien. Jedes dritte Auto ist in Tschechien bereits bei der "Vienna Insurance Group" (Nachname des Konzerns) versichert.
Aktion für Kleinanleger
Mit ihrer Zweitnotiz in Prag will die Städtische freilich auch ihre starke Ostpräsenz unterstreichen. Zumal vom Prämienvolumen, das 2007 um 17,2 Prozent auf insgesamt 7,17 Mrd. Euro kletterte, mittlerweile 43 Prozent auf den kräftig brummen den Wachstumsmotor Osteuropa entfallen. In der Sachversicherung liegt der Anteil sogar bei knapp 60 Prozent, in der Lebensversicherung sind es rund 30 Prozent.
Um die Städtische-Aktie bei den Kleinanlegern stärker ins Rampenlicht zu rücken, startet Geyer eine Aktion, die vom 1. Februar bis 30. Juni läuft. Kaufen Kunden der Erste Bank und der Sparkassen Aktien des Wiener Versicherungskonzerns, werden die - dabei anfallenden - Spesen rückvergütet. Um neue Aktionäre zu gewinnen, findet eine ähnliche Aktion auch in Tschechien statt.
Ihre geografische Expansion hat die Städtische im Vorjahr vorerst abgeschlossen. Zuletzt wurde das Länderportfolio um drei neue Märkte erweitert. Nach Akquisitionen in Albanien, der Türkei und im Baltikum ist die Städtische nun in mehr als 20 Ländern unterwegs. Weitere Länder sind derzeit "kein Thema". In bestehenden Märkten hält Geyer jedoch ständig Ausschau nach möglichen Zukäufen (so etwa in der Türkei, Polen, der Ukraine und vor allem in Ungarn, "wo wir zwar fein, aber noch klein sind").
Nach vorläufigen Zahlen hat die Städtische 2007 vor Steuern einen Konzern-Gewinn von rund 435 Mio. Euro eingefahren - um 35 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Dividende soll daher um gut ein Drittel von 82 Cent auf 1,10 Euro je Aktie angehoben werden.
Ehrgeizige Ziele bis 2010
Heuer will Geyer den Vorsteuergewinn weiter kräftig steigern: auf rund 530 Mio. Euro. Für 2010 sind bereits 770 Millionen die Zielvorgabe für den Gewinn, die Prämien sollen bis dahin rund 10 Mrd. Euro betragen.
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