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Zwischen Schuld und Tapferkeit

Von Michael Rohrwasser

Reflexionen

Der Verrat und die Verräter spielen in den großen Erzählungen der Weltliteratur ebenso eine Rolle wie in den kleinen, oft schäbigen Geschichten der Politik. Ein Überblick von Judas bis Julian Assange.


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Ein Jüngling hat beschlossen, den Tyrannen seiner Stadt zu erdolchen, wird aber von den Schergen gefasst und zum Kreuzestod verurteilt. Der Tyrann willigt ein, als der Attentäter bittet, seine Hinrichtung um drei Tage zu verschieben; "mit arger List" akzeptiert er den Freund des Attentäters als Bürgen, droht aber damit, diesen statt seiner ans Kreuz zu schlagen, wenn der Entlassene nicht rechtzeitig zurückkehre.<p>Der Tyrann ist sich sicher, dass der Überlebenswille mächtiger ist als die Bande der Freundschaft, dass die Logik der Tyrannei siegen werde. Bei seiner Rückkehr hat der Jüngling mit vielen Widerständen zu kämpfen, hinter denen sich vielleicht die Versuchung verbirgt, das eigene Leben zu retten.<p>

Falsche Versöhnung

<p>Friedrich Schiller liefert in seiner Ballade "Die Bürgschaft" eine "Wundermähr" mit doppeltem happy end: dem Jüngling gelingt rechtzeitig die Rückkehr, und der Tyrann ist so berührt von der tapferen Tat, die die Freundschaft über den Verrat stellt, dass er die Freunde bittet, in ihrem Bund der Dritte zu sein.<p>

Dass ein Attentat Hochverrat bedeutet, ist auch Schillers Jüngling klar, er spricht von "frevelndem Streben" und begehrt nicht auf gegen seine Verurteilung: "Ich habe nichts als mein Leben, / Das muss ich dem Könige geben!"<p>Tatsächlich ist die Frage, ob und wann Tyrannenmord legitim sei, eine, die seit der Antike debattiert wurde. Die Verschwörer des 20. Juli (1944) haben billigend den Vorwurf des Hochverrats in Kauf genommen, sich aber abgegrenzt von anderen Widerstandsgruppen wie der sogenannten "Roten Kapelle", die als "Vaterlandsverräter" galten, weil sie Nachrichten aus dem Führerhauptquartier dem Feind verrieten. Nationalkonservative Kreise und Universitätshistoriker wie Gerhard Ritter haben auch noch lange nach 1945 an dem Vorwurf des Verrats gegen die Rote Kapelle oder Stauffenberg und seine Mitverschwörer festgehalten.<p>Jedenfalls ist das Wissen um den Verrat den Akteuren geläufig, auch in Dantes "Inferno", wo keiner der Verräter den Vorwurf leugnet. Mit Abscheu verweisen die Verräter dort auf ihre Nachbarn, die noch üblere Verräter sind. Wenn einer von ihnen dem Erzähler seinen Namen nicht preisgibt, verraten ihn seine Nachbarn - sie bleiben Verräter auf immerdar.<p>Schiller, den die Jakobiner in Paris zum Ehrenbürger ernannt hatten, stand wohl die Guillotinierung von Ludwig XVI. vor Augen, und man kann seine Ballade auch als Gegenutopie zum Königsmord der Französischen Revolution lesen, als Programmschrift der Fürstenaufklärung: Der belehrte Tyrann verwandelt sich in einen aufgeklärten Freund. 1791 hatte der König der neuen französischen Verfassung die Treue erklärt, womit er nun nicht nur König von Frankreich, sondern auch "König der Franzosen" wurde - damit aber konnte man ihn des Landesverrats für schuldig erklären, weil er mit den Feinden Frankreichs kooperiert hatte. Schon hier wird deutlich, dass es eine Frage der Macht ist, jemanden des Verrats zu bezichtigen.<p>Schiller hat in seiner Ballade auch das Hohelied der Freundschaft gesungen, die nicht erst in totalitären Systemen, sondern schon von der Tyrannis bekämpft wurde. Der wahre Treuebeweis im Stalin’schen System bestand darin, auch (oder: gerade) den Freund zu verraten. Schillers sentimentalische Ballade, in der die Versuchung zum Verrat überwunden wird, hat nicht nur Parodisten wie Wilhelm Busch auf den Plan gerufen, sondern auch Spötter: Bertolt Brecht schrieb über die Ballade ein Sonett ("O edle Zeit, o menschliches Gebaren"), in dem er betont, dass "solche Zeiten" nun vorbei seien.<p>

Eine veraltete Vokabel

<p>Der Verrat scheint also in den alten Zeiten zuhause. Wer von "Verrat" spricht, meint es heute ironisch, wie jener Chefredakteur, der vor einigen Tagen Peter Pilz fragte: "Sind Sie ein Verräter?"<p>Die bedrohliche Vokabel wirkt ebenso veraltet wie das Umfeld, das der Verrat für die Aufladung seiner Dramatik benötigt, nämlich Treue und Loyalität. Die Figur des Verräters scheint angesichts postmoderner Geschäftigkeit, in der man Lager und Fronten wechselt, eine Gestalt der Vergangenheit, die am besten noch in Dantes Hölle passt.<p>Im Gegenteil, der Verrat scheint zum modernen Intellektuellen zu gehören, der sich wandelt und entwickelt, als ein Sinnbild von Beweglichkeit und Lebendigkeit. Hans Magnus Enzensberger, der einst ein Loblied auf Alkibiades, einen der antiken Verräter, gesungen hatte ("Alkibiades, mein Spießgeselle"), machte es in seiner "Theorie des Verrats" deutlich: "Die Feststellung, dass jedermann zum Verräter werden kann, genügt jedoch nicht. Entscheidend für die Logik des Begriffs ist vielmehr, dass unter gewissen historischen Bedingungen jeder zum Verräter werden muss". Und der Soziologe Urs Jaeggi hatte 1984 in einem Essay erklärt, es gebe den Nichtverrat nur in der Form des Verrats, wolle man nicht in Entwicklungslosigkeit erstarren.<p>Andererseits sind die Medien und die zeitgenössische Debatten voller Verratsvorwürfe. Angela Merkel gilt AfD und Pegida als "Volksverräterin" (wie überhaupt der "Verrat am Volk" heute eine besondere Konjunktur hat). Die Türkei verlangt von Deutschland die Auslieferung des ehemaligen Chefredakteurs der Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, wegen "Geheimnisverrats"; und Donald Trump schimpft auf die vaterlandsverräterischen Baseballspieler, die sich beim Erklingen der Nationalhymne hinknieen. Nicht zu vergessen die Whistleblower, die Geheimwissen "verpfeifen", wie Edward Joseph Snowden oder Julian Assange.<p>

Heftige Kontroversen

<p>Was aber alle diese Fälle verbindet, ist, dass sie Gegenstand heftiger Kontroversen sind. Nirgendwo herrscht Konsens, nirgendwo wird der Vorwurf des Verrats von den Beschuldigten angenommen. Im Falle der Whistleblower werden diese von nicht wenigen sogar zu den neuen Helden der Moderne ernannt.<p>In der Literatur, die per se eine Verräterin ist, weil sie geneigt ist, alles auszuplaudern, alles zu demaskieren und immer zu lügen, ist schon lange das Ende des Verrats eingeläutet. Besonders schön ist das im wunderbaren Roman "Judas" von Amos Oz nachzulesen, in dem die christliche Heilsgeschichte und die Geschichte des israelischen Staates Szenarien des Verrats liefern, und in dem Schmuel, der junge jüdische Historiker, über den Begriff Verräter spricht, "den man berechtigterweise auch als Ehrentitel betrachten könnte". Der Erzähler weiß: "Im Laufe der Zeit tauchten immer wieder mutige Menschen auf, die ihrer Zeit voraus waren und erst als Verräter oder als naive Dummköpfe bezeichnet wurden".<p>Ganz nachdenklich stimmt uns da das eben erschienene kleine Buch des ehemaligen "Spiegel"-Kulturredakteurs Mathias Schreiber ("Helden der Finsternis"), in dem uns, umrankt von hundert Fallgeschichten, erklärt wird, dass Verrat auch heute noch Finsternis bedeute. Alle positiven Geschichten, wie die der "Hochverräter" des 20. Juli, sind für Schreiber nichts als Ausnahmen.<p>Vielleicht ist es sinnvoll, noch einmal zu den Anfängen zurückzugehen, nicht, um alte Geschichten aufs Neue zu erzählen, sondern um zu schauen, wie diese Geschichten in Dienst genommen wurden.<p>Im untersten Kreis der Hölle stößt Dante auf die Verräter, deren letzter Aufenthaltsort das ewige Eis ist; in vier Bereiche sind sie geschieden - der erste ist die Caina, genannt nach Kain, wo jene gepeinigt werden, die ihre Verwandten verraten haben; in der zweiten Abteilung, Antenora, stecken die politischen Verräter, und in der dritten, Ptolomea, die Verräter an ihren Gästen. Im letzten Bereich, der Judecca, werden jene Seelen gequält, die ihre Wohltäter verraten haben - Luzifer hat drei Mäuler, in denen Judas, Brutus und Cassius stecken, die "Erzverräter" an Kirche und Reich.<p>Bei den Verrätern versagt Dante den Opfern sein Mitleid. Einem der Verdammten gibt er zwar das Versprechen, ihm die Eisschicht von den Augenlidern zu kratzen, aber unterlässt es, nachdem er die Geschichte seines Verrats vernommen hat: "Zu ihm grob zu sein war das richtige Benehmen". Schopenhauer hat das in den "Parerga" erbost kommentiert: "Im Himmel mag dergleichen der Brauch und lobenswerth sein; ich weiß es nicht; aber auf Erden heißt wer so handelt ein Schuft".<p>Der mexikanische Schriftsteller Octavio Paz hat im neunten Kreis noch einen Platz reserviert für die Intellektuellen, wo sie, "bis zum Hals in der Scheiße steckend, in alle Ewigkeit über Faschismus und Stalinismus debattieren müssen".<p>Am schrecklichsten wird in Dantes "Göttlicher Komödie" Judas bestraft, nach dem die Ju-
decca, dieser kälteste und finsterste Bereich der Hölle, benannt ist, in dem sogar die Tränen gefrieren. Und er ist bis heute eine rätselhafte, irritierende Figur geblieben. Judas, der Gottesverräter, erhält für seinen Verrat keine großen Reichtümer, nicht die Schätze, mit denen Satan den Herrn zu locken versuchte, sondern er verrät Christus für eine winzige Summe.<p>Überraschenderweise gilt Judas auch im kommunistischen System als Prototyp des Verräters. Ernst Bloch verweist die verräterischen Renegaten auf Dantes Inferno und nennt sie "Verrats-Spekulanten", die auf den falschen Kurs gesetzt haben. Und Lion Feuchtwanger zitiert in seinem Reisebericht "Moskau 1937" die höchste Autorität, Stalin: "Ihr Juden habt eine ewig wahre Legende geschaffen, die von Judas". Wenn Stalin im Gespräch seinen Kontrahenten Trotzki "Judas" nennt, und wenn in den Nachkriegsjahren Tito dieser Titel verliehen wird, dann wird damit stillschweigend auf die eigene Göttlichkeit und auf ein Erlösungswerk hingewiesen. Wer sich des Bildes bedient, gewinnt etwas vom Licht eines Apostels - die Rede von Verrat verrät jedenfalls immer auch eine große Theatralik.<p>Wie alle Versuche, einen Mythos zu instrumentalisieren, verweigert sich das Bild einer Eindeutigkeit, nicht zuletzt, weil Judas derjenige war, der das Erlösungswerk erst ermöglichte: "ohne Judas kein Kreuz, ohne Kreuz keine Erfüllung des Heilsplans" (Walter Jens). Judas ist der treueste Jünger Jesu, weil er der Rolle gehorcht, die der Heilsplan ihm zuschreibt. Jens erzählt in seinem kleinen Buch, das den Titel "Judas" trägt, vom Antrag eines Franziskanerpaters zur Seligsprechung des "Erzverräters". Und Amos Oz greift in seinem gleichnamigen Roman diesen Faden auf und nennt Judas den Lieblingsjünger von Jesus, der sich dessen Gottwerdung herbeiwünschte und sich nach dessen Kreuzestod aus Verzweiflung erhängte.<p>

Der innere Feind

<p>Vielleicht war Judas aber einfach eine geschickte Erfindung, die die Heilsgeschichte mit einem inneren Feind, einem Verräter versah, denn jede Glaubensgemeinschaft bedarf eines Feindes, um Geschlossenheit zu wahren und jede Spaltung von vornherein zu verhindern. Man ist erinnert an George Orwells Roman "1984", in dem "das System" einen globalen Feind erfindet (Goldstein), der die Legitimation für alle repressiven Schritte des Systems liefert und zudem die Erklärung für alle Rückschritte und Niederlagen.<p>So wurde auch Trotzki für alle Fehlentwicklungen in Stalins Sowjetrussland verantwortlich gemacht. Alles Misslingen konnte auf Trotzki und die verräterischen Saboteure projiziert werden. Ihre Taten sind es, deren man sich als der eigenen nicht erinnern will. Jedermann konnte zum Sündenbock, jede Handlung zum Verrat erklärt werden. In der paranoischen Logik des Systems gibt es keine Unschuldigen, nur solche, die ihres Verrats noch nicht überführt sind: maskierte Verräter.<p>

Die Nibelungentreue

<p>Noch sinnfälliger ist die Indienstnahme des Nibelungen-Mythos. Während im Nibelungenlied von Verrat noch nicht explizit die Rede ist, wird dies in der Rezeption bald nachgeholt. Dabei behält Hagen in der deutschen Debatte immer eine merkwürdige Ambivalenz: er ist einmal der finstere Verräter (von Siegfried oder Kriemhild), aber auch der, welcher Gunther die Lehenstreue bewahrt. Die Nibelungentreue wie der Verrat haben im wörtlichen Sinn Geschichte gemacht - vor dem Ersten Weltkrieg wurde von Politikern wie dem Reichskanzler Bernhard von Bülow die Nibelungentreue als Mobilisierungsparole beschworen. Und die Niederlage von 1918 gebar die Dolchstoßlegende - der Mord an Siegfried wurde zum Sinnbild der Reaktion, die davon redete, dass das deutsche Heer "im Felde unbesiegt" gewesen sei, hinterrücks erledigt von der "jüdisch versippten Etappe".<p>Für die Nationalisten wie für die Kommunisten waren die Sozialdemokraten die Verräter. Selbst die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurde ihnen noch angelastet. Verratsgeschichten fügen sich jedenfalls vorzüglich ins Tableau der großen Verschwörung, die nicht selten mit dem eigenen Untergang konnotiert ist. In der Logik dieser politischen Instrumentalisierung ist der Verrat immer noch die faszinierende Erzählung, die uns weismacht, wer eigentlich hätte siegen müssen, oder wer trotz der Verräter siegreich war.<p>Und dennoch haben wir ein Kapitel in der Geschichte des Verrats vergessen, das in unsere Gegenwart hineinreicht und so gar nicht zu den postmodernen Relativierungen passt, nämlich der vielfache Verrat, der bis 1989 in der DDR geschah, begangen von einem Heer von "Informellen Mitarbeitern" des "Ministeriums für Staatssicherheit". Nicht jeder, der seine Nachbarn und Arbeitskollegen bespitzelte und darüber Bericht erstattete, war ein Verräter; auch die offiziellen Mitarbeiter der Stasi waren es nur selten. Sie waren Denunzianten, vielleicht auch Gesinnungstäter, die an einen inneren oder äußeren Feind glaubten.<p>Verräter waren aber jene, die ihre engsten Freunde, Geliebten und Familien verrieten. Der Ehemann, der seine eigene Frau bespitzelte, der Mann, der seinen Bruder im Visier hatte, der Vater, der seine eigenen Kinder verriet - es ist eine Sammlung düsterer Geschichten, die bis heute nur wenige literarische Folgen zeitigte. Vielleicht, weil die Geschichten immer noch sprachlos machen, oder weil die Verräter unbekümmert weiterwursteln und ihre nichtssagenden Erinnerungen schreiben.<p>Am berühmtesten ist wohl der Fall des Lyrikers Sascha Anderson, der viele seiner Kollegen, aber auch seine langjährige Geliebte und seine Freunde observiert und in die Fänge der Stasi getrieben hat (Cornelia Schleimes Roman "Weit fort" erzählt ein wenig von diesem infamen Verrat, den sie erfahren hat). Er spiele immer noch "cool den Musensohn", schrieb Wolf Biermann vor einiger Zeit über Anderson; der schrieb sogar eine Autobiographie und schaffte es, dort seine Verrätereien gänzlich auszuklammern.<p>

Heuchler und Schweine

<p>Und da ist der Fall der DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld, die aus dem Studium ihrer Stasi-Akten erfahren hat, dass sie vom eigenen Ehemann, dem Lyriker Knud Wollenberger, über viele Jahre bespitzelt worden ist. Wollenberger hat danach noch ein Eurydike-Gedicht auf seine Ehefrau veröffentlicht, während diese ein bedrückendes Buch über den Verrat geschrieben hat ("Virus der Heuchler"). Der Schriftsteller Hans Joachim Schädlich ist vom eigenen Bruder verraten worden, und Thomas Brasch wurde vom eigenen Vater ins Gefängnis gebracht - nicht alle Geschichten lassen sich hier aufzählen.<p>Wolf Biermann hat irgendwann aufgehört, die Spitzel zu zählen, die ihn getreulich verfolgt haben. Seine Songzeile "Weil man mit Tränen kein‘ Tyrannen zähmt" (aus dem Lied "Melancholie") dient ihm als Überschrift jenes Kapitels in seiner bewegenden Autobiographie "Warte nicht auf bessre Zeiten", in dem er über "Menschen und Schweinehunde in den Stasiakten" erzählt - das klingt auch wie eine späte Antwort auf Schillers Ballade.<p>Am Ende also keine versöhnliche Entwarnung - der Verrat behält seine Aktualität, und wir wissen mehr als Schiller: Tyrannen vergießen keine Tränen.

Michael Rohrwasser, geb. 1949, ist Literaturwissenschafter und emeritierter Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Wien. Zahlreiche Publikationen zum Themenkomplex "Renegaten, Spione, Verräter".