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Dem österreichischen Aktienmarkt wurde vergangenen Donnerstag, den 1. Februar, neues Leben eingehaucht. Für die höchst turbulente Sitzung nach zuvor einmal mehr lähmendem Handel zeichnete die Neuordnung im ATX nach dem Ausscheiden der Bank Austria verantwortlich. Die Wiener Börse verzeichnete mit nahezu 400 Mill. Euro oder umgerechnet fast 5,5 Mrd. Schilling den höchsten jemals gesehenen Tagesumsatz und der ATX vollzog einen Sprung nach oben.
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Gewinner waren insbesondere jene Titel, die nach dem Wegfall der Bank Austria im Wiener Leitindex ein deutlich höheres Gewicht haben. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei Erste Bank, die von der Aufnahme in den MSCI Index profitierten, zum Wochenschluß aber aufgrund von Gewinnmitnahmen wieder nach unten korrigierten. Gesucht waren auch die Stahlaktien sowie RHI, VA Tech und Telekom Austria. Die Umstellung der Gewichtungen bei Morgan Stanley hat eine Reihe von großen internationalen Fonds zu Umschichtungen in ihren Portfolios veranlaßt und so am österreichischen Aktienmarkt eine kleine Rally ausgelöst.
Nach dem Kurssprung am Donnerstag wurden am Freitag freilich Gewinne realisiert, die Rückgänge hielten sich aber allgemein in Grenzen. Mit 1.128,75 Punkten beendete der ATX die vergangene Börsenwoche schließlich mit einem Plus von 3,5%. Seit Jahresbeginn ist der Leitindex damit um über 5% gestiegen. Während der Donnerstag-Sitzung hatte der ATX erstmals seit fast vier Monaten wieder die 1.140-Punkte-Marke übertroffen. Während die Wiener Börse also in den ersten Februartagen ein sehenswertes Comeback feierte, traten die anderen europäischen Märkte mehr oder weniger auf der Stelle.
Bank Austria verzeichneten in den letzten Jännertagen noch einmal einen kräftigen Anstieg, ehe sie einen Tag vor der Handelseinstellung am vergangenen Freitag deutlich nachgaben. An Stelle der Bank Austria werden seit 2. Februar die Aktien der HypoVereinsbank an der Wiener Börse gelistet. Die Aktie legte am ersten Handelstag im B-Segment mehr als 4% zu. Einer lebhaften Nachfrage erfreuten sich im Topsegment allen voran Böhler-Uddeholm, VA Stahl, VA Tech, Austrian Airlines, Mayr-Melnhof und Telekom Austria. Ebenfalls sehr fest präsentierten sich Generali, BWT, EVN sowie BETandWIN. Höher notierten zudem Austria Tabak, Verbund, OMV und Libro, während Wolford um 8,5% massiv fielen.
Im Specialist Market wurden bei Palfinger Gewinne mitgenommen. Zu den Verlierern zählten zudem die Performance AG, Agrana, Do & Co, die Porr-Vorzüge und stage1 sowie Hirsch Servo. Gewinner der Woche waren dagegen wieder einmal JoWooD, die nach den Korrekturen in der vorhergehenden Woche um 16,5% kletterten. Semperit konnten sich ebenfalls erholen und auch BBAG verbuchten ein kräftiges Plus. Ebenfalls verbessert die Stammaktien der Porr, Bau Holding, Lenzing, Rosenbauer, Feratel und die Vorzugsaktien der Städtischen.
Im C-Segment kletterten Manner um 13,7%, Burgenland Holding um 10,9% und die PS der Landes-Hypo Vorarlberg um 10,7%. Mautner Markhof konnten sich um 9,4% verbessern, während die Vorzugsaktien der Vogel & Noot um weitere 16,7% absackten. Die BTV-Vorzüge sanken in der Berichtswoche um 13,5%, die Hild-Stämme fielen um fast 13% und ATB gaben um mehr als 11% nach.
Hans Almer ist Redakteur der Zeitschrift "bankundbörse"
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