Archiv: Wirtschaft
- Kurs der BA-Aktien gedrückt
Der Kursverfall der Bank Austria an der Wiener Börse sei einerseits auf die Krise in Rußland, anderseits auf die Diskussion um eine mögliche Verwicklung der Tochter CA in die Nazigold-Affäre | zurückzuführen, erklärte Bank Austria Vorstand Heinz Gehl gestern der "Wiener Zeitung".
- Asien wird zum Damoklesschwert Von Wolf Pampel,
Die Wirtschaftskrise in Asien mit wankenden japanischen Banken, Turbulenzen um den schwächelnden Rubel und deutliche Zinssteigerungen in Lateinamerika · rund um den Globus braut sich eine | gefährliche Mischung zusammen. "Bereits 38% der Weltwirtschaft stecken in der Rezession", bilanzieren Research-Experten der Deutschen Bank.
- Ungarn El Dorado für Glücksspiele Von Mosche Meisels,
Ungarn ist eine Erfolgsstory der Israelis geworden. Seitdem in der Türkei das Glücksspiel verboten wurde, haben die Casinos von Ungarn, vor allem in Budapest, die Spielsäle von Antalya | abgelöst. Während Tausende Israelis weiter die türkische Riviera bevölkern, um zu baden und sich zu erholen, sind jene, die vor allem auf Roulette, Black Jack usw. versessen sind, nach Budapest | ausgewichen.
- Selbstberechnung bei Vertragsgebühren und Gesellschaftssteuer
Das Überraschungsei im neuen Abgabenänderungsgesetz heißt "Selbstberechnung". Diese Steuereinhebung der dritten Art ist nichts grundsätzlich Neues: Es gibt sie bei der Grunderwerbsteuer | bereits seit 1987. Auffällig ist, daß der Fiskus an dieser Form der Arbeitsausgliederung nun offenbar Gefallen gefunden hat, weil sie die Effizienz der Finanzverwaltung steigert.
- Gnadenfrist für steuerliche Mietzinsreserven
Österreichs private und betriebliche Hausbesitzer kriegen zwölf Monate Zufrist. Die ursprünglich heuer endende Zeitspanne zum Verbrauch oder zur Nachversteuerung der früheren steuerlichen | Mietzinsreserven wird um ein Jahr hinausgeschoben.
- Umsatzsteuer-Option für Grundstücksumsätze
Er steht im Schatten der Familiensteuerreform, aber in seiner Wirkung ist er ein echter Sprengsatz. Der Artikel XV im neuen "Budgetbegleitgesetz" räumt mit liebgewordenen Bequemlichkeiten im | Umsatzsteuerrecht auf und soll dem Fiskus helfen, den bedrohlichen Umsatzsteuer-Fehlbetrag im Budget zu vermindern. Die Methode dazu: das neueingeführte "Opting out" zur Steuerpflicht von | Grundstücksumsätzen und die reaktivierte Pflicht zur Einreichung von schriftlichen Voranmeldungen.
- Steuerhilfe bei steigenden Wohnungskosten
Sie ist die Zubuße für die unteren Zehntausend. Weil sie an zahlreiche bürokratische Unter- und Obergrenzen gebunden ist, wird die staatliche Mietzinsbeihilfe aber selbst von den Bedürftigen | immer seltener genutzt. Die gutgemeinte Steuerhilfe hat tatsächlich wenig praktische Bedeutung erlangt. österreichweit ist es das Wiener Finanzamt für den 2. und 20. Bezirk, das den größten Zulauf an | Antragstellern hat, regional gesehen nicht zufällig. Seit der jüngsten Indexanhebung der Hauptmietzinse im Frühjahr ist die Beihilfe allerdings wieder interessanter geworden.
- Mietzinsbeihilfe gem. § 107 EStG 1988
- Steuervorteil nur für "echte" Pensionsbeiträge
Die Pensionskassen boomen. Immer mehr Arbeitnehmer und Arbeitgeber wollen auf den fahrenden Zug aufspringen, zumal seit dem Vorjahr auch die Unternehmer selbst an den Kassenmodellen | mitnaschen können. Beiträge an Pensionskassen sind mit steuerlichen Vorteilen verbunden, was Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter bisweilen dazu verleitet, Teile der laufenden Löhne und Gehälter auf | stille Weise in begünstigte Beiträge umzumünzen.
- Giant Money Market
- Höchstgericht verwirft das 2-Konten-Modell
Jeder Unternehmer kann seinen Betrieb finanzieren, wie er will: mit Eigenkapital und/oder mit Fremdkapital. Der Fiskus mischt sich in die Art der betrieblichen Finanzierung nicht ein. Das hat | in der Praxis gelegentlich zu gefinkelten Konstruktionen geführt, um auch private Investitionen aus der steuergünstigen Betriebssphäre zu finanzieren. Eine von vielen: Die 2-Konten-Schaukel. In einem | vielbeachteten Grundsatzurteil hat das Höchstgericht diese Praxis jetzt kritisiert.
- Sandkastenspiele mit der Erbschafts- und Schenkungssteuer
Insgeheim ist die Mehrzahl der Steuerreformer für die Abschaffung: Die Erbschafts- und Schenkungssteuer könnte ohne weiteres in der Versenkung verschwinden, meinen sie. Das vordergründige | Argument ist der schmale Ertrag, den der Staat aus dieser antiquierten Abgabe zieht: An die 40% des Aufkommens von schätzungsweise 1,2 Mrd. Schilling wandern in die Erhebungskosten. 80% der | Steuerverfahren bringen jeweils Bagatellbeträge bis 5.000 Schilling. Die große Hoffnung richtet sich auf die Steuerreform 2000. Doch die Verhältnisse, die sind nicht so.
- Weiter EU-Turbulenzen im heimischen Steuerrecht
Steht das heimische Umsatzsteuerrecht im Dauerkonflikt mit der Europäischen Union? Immer wieder weisen Experten auf Paragraphen dieses wichtigen Gesetzes hin, die sich mit den | Steuerrichtlinien der Gemeinschaft offenbar nicht vereinbaren lassen. Dabei geht es vor allem um Probleme des Vorsteuerabzugs und um die fiktive Eigenverbrauchsbesteuerung für im EU-Ausland bestellte | Lieferungen und Dienstleistungen.