Die einen sagen, Depressionen nehmen zu, weil das Leben zunehmend schwer wird, die anderen meinen, die steigende Zahl sei bloß den vermehrten Diagnosen geschuldet. Wie dem auch sei: Studiert man die Anzahl der konsumierten Antidepressiva, ist europaweit eine Zunahme zu verzeichnen. Das zeigen zumindest die Zahlen der OECD.

- © Tellmeimok, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51970592
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Demnach werden die meisten Antidepressiva innerhalb der OECD-Staaten in Island eingenommen, wo zum Beispiel im Jahr 2017 je 1.000 Personen im Durchschnitt 141,4 Tagesdosen konsumiert wurden. Wie die Grafik zeigt folgt auf Island Kanada: Dort waren es im selben Jahr rund 110 Tagesdosen.

Zum Vergleich: Österreich lag in dem Jahr bei 61 Tagesdosen je 1.000 Personen ebenfalls im oberen Bereich. Am geringsten war 2017 der Konsum mit 15 Tagesdosen in Lettland.


Der Konsum hat sich in jedem Fall in allen Ländern, verglichen mit den ersten erhobenen Daten, gesteigert.