Keine Frage: So manche Schule rettete sich aus dem Corona-Chaos direkt in die Sommerferien. Dass diese gar nicht früh genug kommen können, zeigte kürzlich die Schulschließung im OÖ Zentralraum. Doch nun ist Nachdenken angesagt. Thema: Was tun im Herbst? Die Grünen haben einen "Backup-Plan" entwickelt, wie die Schulen im Herbst im Falle von Schließungen wegen der Coronavirus-Pandemie vorgehen sollen. Die acht Punkte umfassen Lernen im Freien, Bildung von Kleingruppen, die Festlegung auf ein Kommunikationssystem pro Schule und spezielle Vorkehrungen für jene Kinder, bei denen zuletzt der Fernunterricht nicht gut funktioniert hat. Eine Idee ist die Bildung einer Kleingruppe aus vier Schülern, die sicher miteinander lernen und arbeiten können. Diese Gruppe soll bei einer Einschränkung des Schulbetriebs als "Kommunikationszelle" und Lernverbund dienen.

Das ist eine gute Idee. Eine freilich, die viele Schüler längst in Eigenregie umgesetzt haben. Lernen in der Gruppe per Whats-App, zu dritt oder viert war für viele jetzt monatelang Alltag. Ganz ohne Initiative aus Schule oder Politik. Die Schüler sind ja viel einfallsreicher und flexibler, als Experten und Politik es ihnen zutrauen. Und vor allem sind sie versierter und fit im Umgang mit heutigen Kommunikationstechnologien. Die brauchen sicher keine Eltern, die ihnen irgendwelche Gruppen einrichten - viel eher geben die Schüler ihren Eltern augenrollend hilfreiche Tipps, wenn wieder einmal der unwillige Teams-Chat abstürzt.