"Sports Illustrated" klingt vielleicht nach einer Art "Konsument" für Hometrainer und Auflistung der besten Laufstrecken. Mit Werbeeinschaltungen für Funktionskleidung. Letztere spielt freilich tatsächlich eine Rolle, und zwar in Form von Bikinis. Models reißen sich darum, in knappester Badebekleidung auf das Cover der US-Zeitschrift zu kommen, denn das gilt als ausgesprochen karrierefördernd. Das macht das Magazin ein bisschen zum Etikettenschwindel, könnte es doch auch als "Playboy" durchgehen. Aber eben Werbewirkung nicht zu verachten. In diesem Jahr ist es "Sports Illustrated" gelungen, sich noch breiter gestreut ins Gespräch zu bringen. Denn auf dem Cover war nicht nur Reality-Größe Kim Kardashian, sondern auch das elegante Seniorenmodel Maye Musk (Elons Mutter, 74). Und Yumi Nu: eine üppige 25-jährige Singer-Songwriterin und Plus-Size-Model mit asiatischen Wurzeln.

Nun hätte man für sie einen vorteilhafteren Einteiler finden können, aber das kann man über Kardashians pornösen Mini-Slip auch sagen. Doch der hat nicht die Kritiker auf den Plan gerufen, sondern Yumi Nu. Der streitbare kanadische Intellektuelle Jordan Peterson war sich nicht zu schade, zu twittern: "Sorry. Nicht schön. Und keine autoritäre Toleranz wird das ändern." Nun, man muss nicht alles schön finden. Aber zu akzeptieren, dass es nun mal nicht nur schlanke Menschen gibt, dafür sollte es keiner "autoritären" Verordnung bedürfen.