Wenn man sich ansieht, welche Rolle Fiction im Fernsehen generell spielt, könnte man annehmen, dass es nur noch darum geht, wer die beste Fernsehserie oder den besten Blockbuster hat. Wenn Amazon und HBO einander ein viel beachtetes Fernduell der beiden Edelserien "Ringe der Macht" und "House of the Dragon" liefern (das Letztere gerade gewinnt), kann man fast vergessen, dass es noch andere Genres gibt, die uns einerseits unterhalten, aber andererseits auch unseren Horizont erweitern: die Dokumentationen.

So feiert derzeit ein Urgestein der TV-Dokumentation seinen 35. Geburtstag: die Naturfilmmarke "Universum", die im ORF vor 35 Jahren erstmals ausgestrahlt wurde und jährlich dutzende eigenproduzierte Werke bringt. So stellte der ORF die kommenden Ausgaben vor. Bereits am 4. Oktober ist "Wildes Slowenien - Am Puls der Wildnis" zu sehen. Ein Zweiteiler zu Österreichs Erbe für die Welt steht am 18. und 25. Oktober mit "Meisterwerke, Urwälder und Prachtbauten" an. Gezeigt wird er anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Unesco. Zugvögel stehen am 8. November und Katar am 15. November im Mittelpunkt von "Universum", bevor am 22. November dem "Wilden Leben im Toten Gebirge" auf den Zahn gefühlt wird.

Es ist gut, dass der ORF diesem Genre breiten Raum bietet. Zudem sind diese Dokus auch ein Verkaufsschlager und mitunter auf Sendern in der ganzen Welt zu sehen. Freilich leider nicht in Westeros oder Mittelerde.