Die Frage, wie spinnert die Wiener sind, ist nicht leicht zu beantworten. Edwin Baumgartner, der sich in diesem Heft über eine passende Antwort den Kopf zerbricht, hat schon den römisches Kaiser Marc Aurel in Verdacht. Wie konnte jemand das komfortable Rom verlassen, um seine Zeit in einer abgelegenen Grenzregion zuzubringen? Der Autor sucht nach den schrägen Vögeln in der Stadtgeschichte, die es bis in die Gegenwart gibt, und vergisst dabei natürlich nicht den legendären Ludwig Weinberger alias "Waluliso", der vielleicht auch als Hofnarr des römischen Kaisers gute Figur gemacht hätte ("Wiener Spinner"). Außerdem gibt es Spezialisten wie Anton Tantner, die sich bestens mit den abseitigen Plätzen des heutigen Wien auskennen ("Groteskes liegt im Auge des Betrachters").

Wiener Journal vom 21.2.2020 - © Votava/Imagno/Picturedesk
Wiener Journal vom 21.2.2020 - © Votava/Imagno/Picturedesk

Andreas Rauschal entdeckt Kopenhagen und Peter Krobath hat genug von der Unterwassergymnastik.