Die "Zeitreisen" sind das Geschichtsfeuilleton der "Wiener Zeitung". Jeden ersten Freitag im Monat (bzw. falls dieser Tag ein Feiertag ist, am 2. Freitag im Monat) bringt die achtseitige Beilage Exklusiv-Berichte aus drei Jahrhunderten. Den Stoff dafür liefern historische Nachrichten aus unserem 1703 gegründeten Blatt – sorgfältig ausgewählt, beleuchtet, erklärt, hinterfragt. Eine weitere Besonderheit ist der direkte Draht zum Publikum: Bei den "Zeitreisen" bekommen Leserinnen und Leser die Möglichkeit, selbst Geschichte(n) zu schreiben.

Nicht zuletzt die jeweils im Großformat abgedruckten alten Landkarten, das reiche historische Bildmaterial oder Zeitungsannoncen von gestern machen die "Zeitreisen" zu einem begehrten Sammlerobjekt.

In der Ausgabe vom 3. Juli begibt sich das Geschichtsfeuilleton auf eine Zeitreise ohne jeglichen Komfort – in die heimische Bergwelt des Jahres 1876. Fazit: Herrliche Landschaft, aber grottenschlechte Bewertungen für Verpflegung und Unterkünfte. Ein Besuch im mittelalterlichen Wien führt ins Büßerinnenhaus (am heutigen Franziskanerplatz), wo ehemalige Prostituierte Unterschlupf fanden. Die "Gemeine" nimmt außerdem die Quadratur der Viertel Ober- und Niederösterreichs vor und lässt dabei alle Fünfe gerade sein. Ein Bericht über das Massaker auf der "Zong" anno 1781, bei dem 132 Menschen aus Habgier getötet wurden, führt die Greuel des Sklavenhandels mit einem drastischen Beispiel vor Augen. Weitere Themen: Hohle Unterhaltung im Prater 1847; Blick auf Cambridge im 16. Jahrhundert; ein Ende mit Schrecken für George Saiko in der Albertina –  u.v.m.

Zur aktuellen Online-Version der "Zeitreisen" geht es hier. Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, 7. August.