Im Wahljahr 2020 gibt es in Wien zwei – wenn man so will, sogar drei – neue Förderungen für Transporträder. Private und Unternehmen können sich von der Stadt Wien über jeweils eigene Fördertöpfe einen Zuschuss von der Stadt holen. Auch die Flotte der "Grätzlräder" – das sind Transporträder, die im Rahmen der Verleihplattform zur Verfügung stehen und für die es eine spezielle Förderung gibt – soll aufgestockt werden.

Lastenradförderung für Private


Für Private: Der Kauf eines gegebenenfalls elektrifizierten Lastenrades soll ab April 2020 mit bis zu 1.000 Euro unterstützt werden. Maximal 50 Prozent des Kaufpreises werden bis zu einer Höhe von 800 Euro refundiert. Handelt es sich um ein Lastenfahrrad mit Elektromotor erhöht sich die Fördersumme auf maximal 1.000 Euro. Die Förderung gilt für neu gekaufte Transportfahrräder. Auch diesmal ist wieder eine Behaltepflicht von zwei Jahren vorgesehen. Die Fördersumme wird mit 300.000 Euro begrenzt. Für gekaufte Transportfahrräder kann bis maximal drei Monate nach dem Kauf ein Förderantrag gestellt werden. Das gilt auch rückwirkend, d.h. Transportfahrräder, die zu Jahresbeginn 2020 gekauft wurden, können zur Förderung eingereicht werden. Abgewickelt wird die Förderung über die Wiener Mobilitätsagentur, wo auch die Anträge eingebracht werden.


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Transportradförderung für Unternehmen


Förderanträge werden abgewickelt von: UIV Urban Innovation Vienna GmbH

Transportradförderung für Private und Grätzlräder

Förderanträge werden abgewickelt von: Mobilitätsagentur

Die Verleihplattform Grätzlrad
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Lastenradförderung für Unternehmen


Bereits Anfang Februar 2020 startete die Stadt eine E-Lastenradförderung für Betriebe. Die Anschaffung von elektrischen Transportfahrrädern sowie Elektrolastenanhängern mit mehr als 40 Kilogramm Ladegewicht. Gefördert werden auch Adaptierungen auf spezielle Nutzungsbedürfnisse (Aufbauten, Transportboxen usw.), der Einbau von Datentrackern sowie zusätzliche Akkus. Der Betrieb mit 100 Prozent erneuerbarer Energie (Ökostrom) ist Fördervoraussetzung.

Gefördert werden Unternehmen und sonstige unternehmerisch tätige Organisationen, öffentliche Gebietskörperschaften und Vereine mit Sitz oder Niederlassung sowie Wertschöpfung in Wien.

Höhe der Förderung

Zur Höhe der Förderung: Kleine E-Lastenfahrräder mit Nutzlast ab 40 kg bis 100 kg erhalten maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten, bis maximal 2.000 Euro pro elektrischem Lastenfahrrad bzw. pro Elektrolastenanhänger. Große Lastenfahrräder mit einer Nutzlast ab 100 kg erhalten maximal 30 Prozent  der Kosten, bis maximal 4.000 Euro pro elektrischem Lastenfahrrad bzw. pro Elektrolastenanhänger. Bei einer Nutzlast ab 100 kg wird neben der Anschaffung auch das Leasing gefördert.

Die Transportradförderung für Betriebe wird über UIV Urban Innovation Vienna GmbH abgewickelt. Die Gelder stammen aus Fördermitteln im Rahmen des Ökostromfonds, heißt es auf der Website der Stadt Wien.

Grätzlräder für Wien


Neben den Lastenrädern für die Wienerinnen und Wiener soll es auch wieder neue Grätzlräder geben. Diese werden mit bis zu 100 Prozent finanziell unterstützt. Wer ein solches Grätzlrad gefördert bekommt, verpflichtet sich, es der Bevölkerung über die Grätzlrad-Verleihplattform gratis zur Verfügung zu stellen. Derzeit gibt es elf Grätzlräder, die Flotte des kostenlosen Sharing-Angebots der Stadt soll um weitere zehn Räder aufgestockt werden.

Das letzte derartige Förder-Angebot für Transporträder gab es im Jahr 2017 gegeben. Damals hatte die Stadt Wien für Private und Betriebe den Kauf von 322 Transportfahrrädern unterstützt – abhängig vom Preis der Räder ebenfalls mit bis zu 1.000 Euro pro Rad. Am häufigsten hatten damals Familien mit Kindern die Förderung in Anspruch genommen.