Diese Woche könnte in London der Prozess gegen neun Teilnehmer der Critical Mass zu Ende gehen. Die Fahrrad-Aktivisten waren von der Polizei festgenommen worden, weil sie sich der Anordnung widersetzen wollten, die Stadt nördlich der Themse wegen der olypmischen Spiele nicht zu befahren.

Wie die London Times berichtet, formierten sich Londons Radfahrerinnen wie jeden letzten Freitag Abend auch am 27. Juli 2012  zur Critical Mass. Weil dieses Datum jedoch mit den Olympischen Sommerspielen zusammenfiel, verweigerte die Polizei den CM-Teilnehmern die Querung einer Brücke. 182 Radfahrer wurden festgenommen. (Hier ein Link zum Video.) Derzeit stehen neun davon in London vor Gericht.

Ihnen wird vorgeworfen, sich einer Art Platzverbot aufgrund des Public Order Act widersetzt zu haben. Bei dem Verfahren vor dem Westminster Magistrates’ Court führte der Ankläger Geoff Gelbart aus, dass seitens der Behörde Befürchtungen bestanden hätten, die Critical Mass könnte von Gruppen unterwandert werden, die die Radfahrer-Parada als Vehikel nutzen wollen, " Massenproteste gegen die olympischen Spiele zu organisieren". Aus diesem Grund habe die Polizei ein Betretungsverbot für bestimmte Bereiche in der Stadt erlassen.

Kaya Burgess von der Times tweetet live vom Prozess. (twitter: @kayaburgess) Gestern habe der Richter erklärt, dass durch den Polizeieinsatz möglicherweise "more disruption" enstanden sei als die Critical Mass je hätte verursachen können. Dennoch sei das Platzverbot rechtmäßig erlassen worden, berichtete Burgess.

Bisher wurden zwei der neun Angeklagten freigesprochen. Die ausständigen Urteile werden in Kürze erwartet...