Wie der VCÖ in einer Presseaussendung bekannt gibt,  gaben 37 Prozent der 2.500 Befragten an, heuer häufiger mit dem Rad zu fahren als im Vorjahr.  48 Prozent sagten, dass sie  heute Strecken mit dem Fahrrad zurück gelegt hätten, die sie früher mit dem Auto gefahren sind.  "Wir haben auch nach den Motiven für den Umstieg gefragt. Die Hauptmotive können zusammengefasst werden mit: Radfahren wird als umweltfreundlicher, gesünder und kostengünstiger als Autofahren gesehen und Radfahren macht Freude und Spaß", wird VCÖ-Experte  Markus Gansterer in der Aussendung zitiert.


Vier von zehn Radfahren sind unzufrieden

Allerdings ist die Freude beim Radfahren nicht ungetrübt: Vier von zehn Radfahrerinnen  sind – laut Umfrage – mit den Rahmenbedingungen in ihrem Wohnort nicht zufrieden. So sei die Zahl an Fahrradabstellanlagen vielerorts zu gering, die Verkehrssicherheit erlebt fast jeder zweite als nicht ausreichend. Gewünscht werden mehr Radwege entlang von Freilandstraßen und auf den Straßen mehr Platz zum Radfahren.

Hier die Ergebnisse VCÖ-Umfrage im Detail:

Mit Radfahrt-Bedingungen im Wohnort zufrieden/unzufrieden

Sehr zufrieden: 11 Prozent
eher zufrieden: 49 Prozent
weniger zufrieden: 32 Prozent
Unzufrieden: 8 Prozent
Quelle: VCÖ 2013

Wie hat sich Situation zum Radfahren in Ihrem Wohnort im Vorjahr verändert?
Stark verbessert: 13 Prozent
Gering verbessert: 43 Prozent
Ist gleich geblieben: 36 Prozent
Gering verschlechtert: 5 Prozent
Stark verschlechtert: 3 Prozent

Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern:
Keine Konflikte mit Gehenden beim Radfahren: 73 Prozent
Die anderen Verkehrsteilnehmer erlebe ich als rücksichtsvoll: 47 Prozent
Autos überholen mit genügend seitlichem Abstand: 35 Prozent

Wie verkehrssicher fühlen Sie sich beim Radfahren in Ihrem Wohnort?
Sehr verkehrssicher: 7 Prozent
Verkehrssicher: 47 Prozent
Wenig sicher: 38 Prozent
Gar nicht sicher: 8 Prozent

Sind Sie durch telefonierende Autofahrende in eine gefährliche Situation gebracht worden?

Ja, sehr oft: 12 Prozent
Ja, schon öfter: 37 Prozent
Ja, ganz selten: 29 Prozent
Nein, noch nie: 22 Prozent

Gibt es in Ihrem Wohnort ausreichend Fahrradabstellanlagen im Straßenraum?
Ja: 32 Prozent
Nein: 68 Prozent

Gibt es bei Ihrem Arbeitsplatz ausreichend Fahrradabstellanlagen
Ja: 58 Prozent
Nein: 42 Prozent

Welche Maßnahmen machen das Radfahren attraktiver?
1. Abkürzungen fürs Radfahren: 73 Prozent
2. Radwege entlang von Freilandstraßen: 69 Prozent
3. Mehr Platz im Straßenraum zum Radfahren: 68 Prozent
4. Mehr Rücksichtnahme gegenüber Radfahrenden durch Autolenkende: 63 Prozent
5. Verkehrsberuhigte Zonen, Begegnungszonen, Shared Space: 58 Prozent
6. Fahrradstreifen auf Fahrbahn: 53 Prozent
7. Mehr Fahrradabstellanlagen: 50 Prozent
8. Niedrigere Tempolimits für Kfz-Verkehr: 45 Prozent
9. Mehr Tempokontrollen für Lkw und Pkw: 38 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahr möchten
37 Prozent mehr Radfahren
62 Prozent gleich viel Radfahren
1 Prozent weniger Radfahren

Gibt es Fahrten, die Sie früher mit dem Auto gefahren sind und jetzt mit dem Rad fahren?
Ja: 48 Prozent
Nein: 52 Prozent

Wie wichtig waren folgende Gründe zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad?
(Sehr wichtig - in Klammer sehr wichtig und wichtig)
Radfahren ist umweltfreundlich: 65 Prozent (85 Prozent)
Radfahren ist gesünder und hält fit: 63 Prozent (88 Prozent)
Radfahren ist kostengünstiger als Autofahren: 50 Prozent (71 Prozent)
Radfahren macht Spaß: 48 Prozent (76 Prozent)
Mit dem Rad schneller am Ziel: 46 Prozent (70 Prozent)

Ihr Hauptmotiv fürs Radfahren:
1. Fahrziel schnell erreichen: 24 Prozent
2. Freude an der Bewegung: 22 Prozent
3. Unabhängigkeit: 19 Prozent
4. Gesundheit und Fitness: 15 Prozent
5. Klima- und Umweltschutz: 12 Prozent
6. Kostenersparnis: 5 Prozent
7. Sonstige Gründe: 3 Prozent

Überlegen Sie den Kauf eine Elektro-Fahrrads?
Ja, ich möchte mir heuer ein Elektro-Fahrrad kaufen: 3 Prozent
Ja, aber nicht in diesem Jahr: 17 Prozent
Nein, weil ich schon E-Fahrrad besitze: 6 Prozent
Nein, weil ich kein E-Fahrrad brauche: 77 Prozent


VCÖ-Radfahr-Umfrage, Anzahl befragte Radfahrerinnen und Radfahrer in Österreich: 2.530 Personen, Umfragezeitraum: 3. April bis 30. Juni 2013