Wer die Wiener Innenstadt auf kurzem Wege durchfahren wollte, scheiterte bisher an radfahrfeindlichen Einbahnregelungen und dem restriktiven Gebrauch von Fußgängerzonen. (Anders als etwa in Graz dürfen die Fußgängerzonen im Ersten von Radfahrerinnen nicht einmal im Schritttempo durchfahren werden.) Seit Jahren sprechen sich Fahrradaktivisten deshalb dafür aus, City-Querungen einzurichten. Speziell von Schwedenplatz in Richtung Oper ist ein Durchfahren der Innenstadt nur über Umwege möglich. Von der Oper in Richtung Schwedenplatz funktioniert es hingegen einigermaßen. Die Route führt dabei durch die Habsburgergasse, die von der Bräunerstraße kommend Richtung Petersplatz befahren werden kann. In entgegen gesetzter Richtung war dies bisher nicht möglich, weil sich die Wiener Linien gegen ein Öffnen der Einbahn für die Radfahrer wehrten.

Jetzt gibt es einen neuen Vorstoß der Wiener Radlobby, in der Habsburgergasse eine Begegnungszone einzurichten, um so den Ersten Bezirk radfahrbarer zu machen. Argus-Mitglied Willi Grabmayr (Foto) hat eine Petition initiiert, die online  unterzeichnet werden kann.


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Unterschreiben Sie die Petition Begegnungszone Habsburgergasse
Petition an Wiener Gemeinderat: Begegnungszone Habsburgergasse!
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Der vollständige Wortlaut der Petition zur "Neugestaltung der Habsburgergasse durch eine Begegnungszone gem. § 76c Straßenverkehrsordnung 1960 (StVO)"

"Die Habsburgergasse ist eine von FußgängerInnen stark frequentierte Straße in einem zentralen Bereich der Wiener Innenstadt, der angrenzend bereits vorbildlich durch eine Fußgängerzone verkehrsberuhigt ist. Sie ist ebenso eine wichtige Querungsmöglichkeit für Linienomnibusse, Fahrräder, Fiaker und Taxis. Derzeit wird diese Straße durch eine rund 4 Meter breite Fahrbahn getrennt, die Gehsteige sind an der engsten Stelle unter einem Meter breit, ansonsten bis zu 3,5 Meter. Für FußgängerInnen und Personen mit eingeschränkter Mobilität bedeuten solche Engstellen eine große Einschränkung, teilweise sogar Gefahr, wenn etwa ein Rollstuhl vom Gehsteig abkommt und auf die Fahrbahn stürzt. Für den Radverkehr ist diese Querung der Innenstadt bereits jetzt sehr wichtig, da sie direkte Zufahrt zu den Fußgängerzonen, Geschäften und Büros sowie die Durchfahrt bis zum Schwedenplatz ermöglicht. Dies sollte im Zeichen des "Grundsatzbeschlusses Radverkehr", der im Wiener Gemeinderat verabschiedet wurde, auch entgegen der Einbahnrichtung ermöglich werden, um diese Lücke im Radnetz der Innenstadtquerungen zu schließen. Der Magistrat der Stadt Wien wird von den Unterzeichnenden daher aufgefordert, die Habsburgergasse in Hinblick auf Fußgängerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und der Ermöglichung des Radfahrens in beide Richtungen zu einer Begegnungszone umzugestalten, und in Folge auch die Milchgasse für den Radverkehr in beide Richtungen zu öffnen. Durch eine "Begegnungszone Habsburgergasse" würden die Lebensqualität und der unmotorisierte Verkehr im 1. Wiener Gemeindebezirk stark profitieren, ohne den öffentlichen Verkehr einzuschränken."