Freitritt - Der Radblog der "Wiener Zeitung". - © Wiener Zeitung
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In Zürich sind viele Privatparkplätze unvermietet. Die Stadt will deshalb Parkplätze in der Blauen Zone abbauen. Das ärgert die bürgerlichen Politiker, berichtet das Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten".

Laut Studie des Tiefbauamtes Zürich stehen rund zehn Prozent der Wohnparkplätze in der Stadt leer. Dennoch schreibt die Parkplatzverordnung des Kantons vor, dass jeder Bauherr eine Mindestanzahl neuer Parkplätze erstellen muss. "20 Minuten" zitiert das städtische Tiefbauamt, das  demnach zwischen dieser Auflage und dem Überangebot keinen Widerspruch sieht.Sei es doch  Zielrichtung der Zürcher Verkehrspolitik, Privatfahrzeuge zunehmend auf den privaten Raum zu bannen: "Der öffentliche Raum wird dadurch für andere Nutzungen frei. Anstelle der Blauen Parkzonen können Alleen oder Radwege entstehen", wird Erich Willi, der städtische  Projektleiter Verkehrsplanung, zitiert. Die Nutzung des ehemaligen Parkraums für andere Bedürfnisse entspreche dem Konzept Stadtverkehr 2025, das mehr Fuss- und Veloverkehr und attraktivere städtische Räume zum Ziel habe.


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Nicht unähnlich der Situation in Wien, sind es bürgerliche Politiker, die sich dem Parkplatzabbau entgegen stellen.  "Diese Parkplätze werden von Leuten gebraucht, die nicht im Quartier wohnen, aber dort zum Beispiel regelmässig ihre Eltern besuchen oder gar pflegen", wird Albert Leiser, Direktor des Zürcher Hauseigentümerverbands und FDP-Gemeinderat, zitiert. Und SVP-Fraktionschef im Gemeinderat Mauro Tuena hofft auf ein Ende "der autofeindlichen Politik des Stadtrats". Dem grünen Gemeinderat Matthias Probst geht - laut "20 Minuten" der Abbau von Parkplätzen hingegen zu langsam. Für ihn sollten die Parkplätze in der Blauen Zone ersatzlos abgebaut werden und nicht durch Privatparkplätze ersetzt werden. Geht es nach Probst, sollte es in der Stadt nur noch Parkplätze für den Güterumschlag oder für Menschen mit körperlichem Handicap geben.

Hier der Link zum Bericht in "20 Minuten"