Diese Woche veröffentlichte die Stadtverwaltung von Oslo ihren Plan, die Innenstadt der norwegischen Hauptstadt bis zum Jahr 2020 autofrei zu machen.

Die Regierung der Stadt – eine Koalition aus Sozialdemokraten, Grünen und Linkssozialisten – hofft, damit das erste dauerhafte Fahrverbot in einer europäischen Stadt durchzusetzen,  berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Maßnahme ist Teil eines Aktionspaketes gegen den Klimawandel und zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt. Sie  kommt zusammen mit dem Plan, das Radwegenetz zu erweitern, den Kauf von E-Bikes zu unterstützen und vermehrt in den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes zu investieren.  "Wir wollen die Stadt für Fußgänger und Radfahrer verbessern. Auch Geschäfte werden davon profitieren", wird Stadträtin Lan Marie Nguyen Bergim Reuters-Interview zitiert.

Oslo als Vorbild für andere Städte

Mit dieser Maßnahme könnte Oslo  zum Vorbild für andere Städte werden. Wie die Stadtverwaltung der 600.000-Einwohner Stadt mitteilt, werden ab 2020 nur noch Busse und Straßenbahnen im Zentrum erlaubt sein. Ausnahmen soll es für Warenlieferungen und gehbehinderte Menschen geben. Derzeit pendeln täglich 80.000 Menschen in die Innenstadt, nur 1.000 Personen wohnen hier.