Zum internationalen Klima-Camp in Lausitz brach heute Früh (Montag, 2. Mai 2016)  eine Gruppe Umweltschützer mit dem Fahrrad auf. Die Tour begann gemütlich mit einem Picknick vor der Votivkirche.

Selbst gebackenes Brot und vegane Zimtschnecken. Dazu Filterkaffee vom Camping-Kocher: So sah das Frühstück aus, dass sich die Gruppe Umweltschützer am Montag, gönnten, bevor sie ihre 600-Kilometer lange Tour zum Klima-Camp im deutschen Lausitz starteten.

"Wir wollen zeigen, dass es einfach möglich ist, auch ohne die Verbrennung fossiler Energien eine Reise zu unternehmen", erklärt Hannah Knust, eine der Initiatorinnen der Reise. Die Boku-Studentin hat die Fahrt zusammen mit dem Umwelttechnik-Doktoranden Lukas Liebmann während der letzten Monate geplant. Die zehntägige Fahrt wird über Langenlois, Schrems, Budweis, Milevsko, Prag, Pito Meritza, Königstein, Dresden bis nach Lausitz führen. Vor bei an zahlreichen Kern- und Kohlekraftwerken. Meistens wohnt die zehnköpfige Truppe bei befreundeten Umweltschützern oder in Jugendherbergen. "Wir haben aber auch einige Zelte dabei", erklärt Liebmann.

"Ende Gelände veranstaltet Klima-Camp

Ziel der Tour, die unter dem Motto "Kohle stoppen – Klima schützen" stattfindet, ist das vom Aktionsbündnis "Ende Gelände" veranstaltete internationale Klima-Camp in Lausitz in Brandenburg. Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern den Kohleausstieg, damit die in Paris vereinbarte Reduktion der Treibhausgas-Emissionen gelingen kann. In Lausitz werden bis zu 2000 Personen erwartet. Das dortige Braunkohlerevier steht von seinem bisherigen Betreiber Vattenfall zum Verkauf. Statt einer Stilllegung des Reviers will der Käufer nun zusätzliche Tagebaue eröffnen und damit weitere Dörfer zur Umsiedlung zwingen.

"Das Bündnis setzt sich dafür ein, dass die klimaschädlichste aller Kohlesorten im Boden bleibt", erklärt Knust.