Ein Linzer Start-up bringt mit "My Esel" das erste Maßfahrrad auf den Markt, das in Massenfertigung produziert werden kann. Derzeit läuft für das in Österreich gefertigte Holz-Vehikel auf der Plattform WeMakeIt eine Crowdfunding-Kampagne. Vor zwei Wochen wurde das Produkt präsentiert: Ein Fahrrad aus Holz, in Österreich produziert, mit auffälligem Design.

Die Fahrräder der jungen Marke wollen Maß- und industrielle Fertigung verbinden. Konstruiert wird auf dem Computer, produziert in einer Werkstatt in Salzburg. Beim Werkstoff handelt es sich um verleimte Platten aus Birken- und Eschenholz. Bei der Präsentation konnten Besucher das Vehikel auch Probe fahren. Die beiden Unternehmer, Erfinder Christoph Fraundorfer und Angel Investor Bernhard Lehner, gaben dem  Publikum Auskunft. Gewicht und Stabilität des Werkstoffs weckten dabei besonderes Interesse der Gäste.

Laut Herstellerangaben wiegt das Komplettrad je nach Ausstattung neun bis zwölf Kilogramm. "Der "My Esel"-Rahmen zeichnet sich durch hohe Steifigkeit und außergewöhnlichen Fahrkomfort aus", verspricht Fraundorfer. Durch die Fertigung nach Maßangaben der künftigen Besitzer sei jedes Rad zudem bei Kraftübertragung und orthopädischen Eigenschaften ideal abgestimmt. Zusammengebaut werden die Fahrräder von Hand in Linz im Fahrradzentrum B7, einem ökosozialen Betrieb.

Bei der Entwicklung der Software arbeitet das Startup mit dem Labor für Bewegungslehre am Ortophädischen Spital Speising.

Nachdem das erste Funding-Ziel (15.000 Euro) nach wenigen Tagen geschafft war, ist jetzt als neues Ziel eine Verdoppelung dieser Summe auf 30.000 Euro geplant. Mit dem Geld soll der erste "Elektro-Esel" fertig entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Die Kampagne läuft noch bis zum 7. Juli.