Die Stadt Wien fördert Transporträder im Jahr 2017 mit bis zu 1.000 Euro - © www.cylclelogistics.eu
Die Stadt Wien fördert Transporträder im Jahr 2017 mit bis zu 1.000 Euro - © www.cylclelogistics.eu

Am 20. und 21. März 2017 findet im Wiener Museumsquartier die Lastenradkonferenz der European Cycle Logistics Federation statt. Die Tagung wird das Potenzial des Fahrrads für den gewerblichen Transport beleuchten.

Nicht bloß für Hippies

Lastenfahrräder sind längst nicht mehr bloß die Spielerei alternativer Hippie-Eltern, die damit ihre Sprösslinge in den Kindergarten bringen. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen Waren nicht im Geschäft kaufen, sondern im Internet bestellen, wächst die Anzahl der Gütertransporte. Gerade im dicht besiedelten, urbanen Raum bietet das Lastenrad für Logistik-Unternehmen handfeste Vorteile: Es ist billiger in Anschaffung und Wartung, kann leichter und gratis geparkt werden und darf nicht nur die Fahrbahnen, sondern auch die Radwegeinfrastruktur nutzen. Kein Wunder, dass nicht mehr bloß kleine Fahrrad-Botendienste auf Lastenräder setzen, sondern auch die großen Paketdienste wie UPS und GLS die umweltfreundlichen Fahrzeuge in ihre Fuhrparks aufnehmen.

Colville-Andersen als Keynote-Speaker

Wie die  Zukunft der Fahrrad-unterstützten Logistik aussehen könnte, zeigt die European Cycle Logistics Federation Conference, die heuer – unterstützt von der Mobilitätsagentur und Umweltministerium – im Wiener Museumsquartier stattfindet. Die international größte Veranstaltung zu diesem Thema bringt Vertreter von großen Logistikunternehmen, Kommunalpolitiker, Lastenradbauer und Städteplaner an einen Tisch. Als Keynote-Speaker hat sich der dänische Fahrrad-Guru Mikael Colville-Andersen angekündigt.