Parkplätze schaffen zusätzlichen Verkehr

Wer Parkplätze und Straßen baut, wird Verkehr ernten. Dieses ebenso einfache wie zutreffende Prinzip, lasse sich anhand der flächigen, Auto-orientierten US-Städte besonders gut zeigen. Gerade großflächige Parkplätze machten Fußgängern und Radfahrern das Leben schwierig. Wenn es überall Gratis-Parkplätze gibt, fehlten auch die Anreize, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Eine Verkehrswende hin zu einer umweltfreundlicheren Mobilität werde gehemmt.

"The more spread out and car-oriented a city, as a result of enormous car parks, the less appealing walking and cycling become. Besides, if you know you can park free wherever you go, why not drive? The ever-growing supply of free parking in America is one reason why investments in public transport have coaxed so few people out of cars", heißt es in dem Artikel.

Wer fürs Gratis-Parken bezahlt

Außerdem ist "Gratis-Parken" nicht wirklich gratis.

"The costs of building the car parks, as well as cleaning, lighting, repairing and securing them, are passed on to the people who use the buildings to which they are attached."

Für das Gratis-Parken zahlen die Kunden in den Kaufhäusern, die Bewohner der Gebäude, die Kinobesucher und die Menschen, die in den Gebäuden arbeiten, weil sie unter Umständen weniger Gehalt bekommen. Jeder zahlt für die Park-Infrastruktur – unabhängig davon, ob er mit dem Auto kommt oder nicht. Das ganze – führt der Economist aus – habe darüber hinaus den Effekt einer Umverteilung von den Ärmeren zugunsten der Reicheren und von den Jüngeren zugunsten der Älteren: "Everybody pays, whether or not they drive. And that has an unfortunate distributional effect, because young people drive a little less than the middle-aged and the poor drive less than the rich. In America, 17% of blacks and 12% of Hispanics who lived in big cities usually took public transport to work in 2013, whereas 7% of whites did. Free parking represents a subsidy for older people that is paid disproportionately by the young and a subsidy for the wealthy that is paid by the poor."

Lösung der Parkraum-Misere durch selbstfahrende Autos

96 Prozent der Zeit, heißt es in dem Bericht, stehen Autos nur herum: Für Ökonomen wie für Stadtplaner ein Beweis für die Ineffizienz des Automobils in seiner jetzigen Form. Das könnte sich allerdings ändern, wenn Computer die Steuerung der Fahrzeuge übernehmen. Der Economist skizziert ein Zukunftsszenario mit immer weniger Bedarf am eigenen Fahrzeug: