Aus traurigem Anlass fanden sich Vertreter der Wiener Radfahrer-Community am vergangenen Dienstag (dem 13. Februar 2018) zur gemeinsamen Ausfahrt ein: am 30. Jänner war ein 72-jähriger Radfahrer ums Leben gekommen, nachdem ihn ein Autofahrer in den Morgenstunden am Praterstern angefahren hatte. Die Radfahrer stellten unweit der Unfallstelle an der Kreuzung Praterstern/Lassallestraße ein sogenanntes Ghostbike – ein weiß lackiertes Fahrrad – auf.

Die Wiener Radfahrerin Margit Palman hat die Ghostbike-Ausfahrt fotografisch festgehalten.

Ghostbikes werden im Gedenken an Todesopfer im Straßenverkehr errichtet. Sie sind eine Mahnung an Stadtplaner, sichere Verkehrsinfrastruktur zu schaffen. Die Tradition geht angeblich auf Amsterdam zurück (nicht verifizierte Theorie, die auf Wikipedia kolportiert wird. Anm.) Die letzten Ghostbikes in Wien wurden im August 2017 am Alsergrund, im Mai 2016 in Simmering und im Juni 2015 beim Hauptbahnhof errichtet (Quelle: Homepage der Critical Mass Österreich).