Unboxing: So sieht die Verpackung des Raptor aus - © bernold
Unboxing: So sieht die Verpackung des Raptor aus - © bernold

Es ist dies Teil Eins eines Test der Fahrrad-Brille "Raptor" mit Augmented Reality. Dieser Bericht befasst sich lediglich mit der ersten "Anprobe" und dem Konfigurieren des Gerätes. Ein Fahrbericht folgt in Kürze.

Seit einiger Zeit schon suche ich nach Smart-Glasses, also Brillen mit Kommunikations- und Ortungsfeatures, zum Rennradfahren bzw. für Radreisen. Die üblichen Lösungen – Smartphone oder Fahrrad-Computer am Lenker – haben sich für mich nicht wirklich bewährt: Die Fahrrad-Computer, die ich bisher getestet habe, darunter Geräte von Garmin und Teasi, waren kompliziert zu bedienen bzw. fehleranfällig. (Speziell das Teasi brachte mich während einer Radreise von Wien nach Holland an den Rande des Nervenzusammenbruchs.) Beim Handy wiederum ist häufig die Akkuleistung ein Problem, und das Display spiegelt störend im Sonnenlicht.

Abgesehen davon finde ich die Idee faszinierend, dass Informationen wie Geschwindigkeit, zurückgelegte Kilometer, vor allem aber eben Karte und Navigations-Hinweise eingeblendet werden, ohne dass man den Blick von der Fahrbahn lösen muss.

Soweit die Ausgangslage und der Grund für mein Interesse am Raptor, auf den ich vor ein paar Wochen im Internet stieß. Die Promotion-Videos dazu waren vielversprechend. Obwohl das Gerät erst seit August 2018 offiziell im  Handel ist, gibt es bereits erste Testberichte auf YouTube. Zudem blickt Hersteller Everysight, ein Spin-Off des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems Ltd, über einige Jahre Entwicklungsarbeit bei Augmented Reality-Gläsern zurückblicken.

Nach Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen  erhielt ich nach wenigen Tagen eine der neuen Fahrrad-Brillen zu Testzwecken geliefert.

Unboxing

Die Box mit dem Gerät ist aufwändig gestaltet: ein dicker, mattschwarzer Karton, von dem sich Produktbezeichnung, Logo und ein Produktfoto mit glänzenden Schwarz, Grau und Silbertönen abheben. Offensichtlich hat hier ein Produkt-Designer viel Arbeit in die elegante Gestaltung investiert. Aber nicht nur die Oberflächen sind aufwändig  designed, auch die Haptik und Funktionalität der Verpackung: zunächst die Box aus der Kartonhülle nehmen, dann den unteren Teil wegklappen. Dann oben öffnen. Bis man alle Bestandteile – Ladekabel, Brille und Zubehör in den Händen hält – ist man ein paar Minuten dran. Macht Spaß. Das ganze erinnert ein bisschen an eine russische Matroschka- oder Babuschka-Puppe, wo in jeder Puppe eine weitere kleine Puppe steckt bis man irgendwann im Kern bei der kleinsten, unteilbaren Puppe angekommen ist. In unserem Fall steckt natürlich keine Puppe im Kern, sondern der Raptor in einem eigenen, robusten Etui – natürlich ebenfalls schwarz.