Vorbei ist es mit der Katzenmusik, Giraffen geben nun den Ton an.
Bisher war man ja der Ansicht, dass die langhalsigen Säuger abgesehen von gelegentlichen Schnaubern keine Töne von sich geben. Wissenschafter der Uni Wien haben nun herausgefunden, dass Giraffen ganz und gar keine verstummten Lebewesen sind, denn sie verbringen ihre Nächte brummend.

- © Von Rob Hooft - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13851
© Von Rob Hooft - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13851

Innerhalb von acht Jahren haben die Wissenschafter mehr als 900 Stunden Giraffen-Sounds aufgenommen. Denn wenn Elefanten und andere große Tiere in tiefen Frequenzen miteinander kommunizieren, warum nicht auch die Giraffe? Und in der Tat: Durchschnittlich tönen die Paarhufer nicht ganz im Infraschall-Bereich aber dennoch bereits unter der Wahrnehmungsgrenze von Menschen. Die Forscher vermuten, dass die Giraffen durch ihr Brummen sicher stellen wollen, dass die Herden zusammen bleiben. "Wir entdeckten harmonische, anhaltende und frequenzmodulierte "Brumm"-Geräusche während der Aufnahmen in der nacht.

Und wie klingen diese neu entdeckten Geräusche der Giraffen? Mehr wie die einer Kuh. Aber hören Sie selber. Die Welt der Field Recordings ist jedenfalls um eine Geräusch-Quelle reicher!