Nun haben Sie Ihren ersten Roman geschrieben. Er erscheint am 1. Oktober, pünktlich zum chinesischen Nationalfeiertag. Ist das ein gutes Gefühl?

Ja. Es gibt das Zitat über die Gelegenheit: Wer die Gelegenheit im Vorbeigehen ergreift, braucht keine glücklichen Träume. In diesem Sinne freue ich mich sehr darüber. "Der Drachentempel" ist ein spiritueller Roman mit autobiographischen Elementen. Ein junger Mann kommt in den frühen 80ern in ein Shaolin-Kloster und will letzten Endes aufgenommen werden. Es läuft aber nicht so, wie er es sich vorstellt. Vieles kommt aus meiner Zeit im Shaolin-Kloster. Es war eine aufregende Zeit, die mich spirituell als auch physisch geprägt hat. Ich habe damals erlebt, was körperlich alles möglich ist. Und ich habe auch verstanden, was es bedeutet, nicht kämpfen zu müssen, um zu siegen. Die Themen im Roman variieren natürlich, sie reichen vom "Verlorensein" über "Enttäuschung" und "Begierde" bis hin zur "Erfüllung". Es ist wie lange, schöne Reise.