Link-Tipps
Fabn's World
wienerzeitung.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

"Wiener Zeitung": Sie halten sich gerade in Santo Domingo auf. "Hier drehen alle gerade wegen dem Zika-Virus durch", hieß es von Ihnen in Ihrer letzten Mail. Können Sie mir eine kurze Bestandsaufnahme über die aktuelle Situation auf der Karibikinsel geben?

"Fabian Sixtus Körner": Die Regierung will die echten Zahlen vielleicht gar nicht wissen, um nicht in Erscheinung treten zu müssen. Alles was an Information ankommt sind ausländische Medien, vor allem aus den USA. Weil das geographisch näher liegt. Ein Bekannter war im November in Haiti und hat vor kurzem einen Bericht veröffentlicht, in dem er meldet, dass er das Zika-Virus hatte. In dieser Zeit habe ich ihn auch gesehen. Er hatte Kopfschmerzen, Mattigkeit, aber die Symptome waren nicht so schlimm wie bei Dengue oder Chikungunyafieber. Er schreibt, dass er die Problematik rund um die Schwangeren nicht wirklich beurteilen kann. Aber das kann im Moment ja noch niemand.

Was tut man? Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es? Es gibt ja Länder wie Singapur, in denen rigorose Maßnahmen herrschen, um z.B. Dengue zu vermeiden.

Man macht nicht mehr als sonst. Es gibt vielleicht ein paar Leute, die sich mehr einsprühen, aber von offizieller Seite ist da überhaupt keine Regung. Ich glaube, das Thema hat noch keinen Stellenwert hier.

Wie geht es Ihnen in der Karibik? Tüfteln Sie an neuen Projekten?

Ich bin gerade an der Nordküste der Dominikanischen Republik. Ich bin nicht wirklich sesshaft, habe aber eine Wohnung mit meiner Freundin. Doch wurde unser Auto hier aufgebrochen und sämtliches Material wie auch mein Laptop gestohlen. Das ist bitter, denn die komplette Arbeit des letzten Jahres ist so verloren gegangen. Dazu gehört auch ein fast fertiger Dokumentarfilm über die Surfer auf Sri Lanka.

Ein anderes Projekt steht an, es ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, aber vermutlich werde ich im Juli diesen Jahres als Reporter im deutschen TV zu sehen sein. Ich habe hier in der Karibik schon gedreht und zwar über Hahnenkämpfe.

Ein weiteres Projekt: Ab April bin ich wieder in Deutschland. Ich weiß zwar noch nicht wie lange, aber auf jeden Fall bis zum Herbst. Ich werde es durchziehen und versuche herauszufinden, ob es in Deutschland mit all seinen Regularien und Regeln – "die man bitte einhalten soll" – überhaupt noch möglich ist, Abenteuer zu erleben. Um was genau es sich handelt, kann ich noch nicht sagen. Es wird sich aber relativ schnell zeigen, ob es sich lohnt.