Yanti hat ihr eigenes Tempo

In den ersten Monaten mit Yanti beginnt sich die kleine Familie zu entspannen. Vor allem aufgrund der Erkenntnis, dass seine Tochter ihr eigenes Tempo hat und dass sie so ist, wie sie ist. Körner will auch jene Vorurteile abbauen, die er selbst hatte. "Ich will niemanden verunglimpfen, weil ich selber Teil dieser Denkmaschine war. Ich habe mir keine großen Gedanken über diesen Teil der Gesellschaft gemacht. Der ja relativ groß ist, es gibt ja viele Menschen mit Behinderung. Diese Menschen aus einer gewissen Parallelgesellschaft in die Gesellschaft zurückzuholen. Das war für mich auch ein Anreiz, sie aus dieser Schublade zu holen, und zu sagen: Schaut her, meine Tochter ist ein lustiger Mensch und freut sich des Lebens." Und: "Es gibt keine Grenzen mit einem behinderten Kind."

Körner kennt die entlegensten Orte auf dieser Welt und fragt sich, "ob es nicht eine Insel in der Südsee gibt, deren Einwohner mit Downsyndrom aufgrund ihrer emotionalen Fähigkeiten als Heilige verehrt werden."

Berlin, Spätsommer 2018: Die Körners verbringen den Sommer in Berlin mit kleinen Reisen zwischendurch, zur Auflockerung. Mit September beginnt für Yanti wieder der Kindergarten. Ab Jänner 2019 wird die kleine Familie für mehrere Monate auf Reisen sein. Wohin es geht, steht noch nicht fest. Es soll auf jeden Fall warm sein und einen Sandstrand in der Nähe geben.