CO2-Emissionen werden deutlich reduziert

An der Dekarbonisierung, also dem Ausstieg aus fossiler Energie, führt kein Weg vorbei. Das gilt sowohl für die Stromerzeugung als auch für die Mobilität. Eine Stromerzeugung rein aus erneuerbaren Energien ist zwingend erforderlich, wenn die Klimaziele erreicht werden sollten. Das E-Auto ist derzeit die sinnvollste Alternative zum Verbrenner, weil es im Vergleich der Antriebskonzepte die effizienteste Nutzung von erneuerbaren Energiequellen ermöglicht. Mit 9 Prozent E-Autos im österreichischen Fahrzeugbestand - das wären 451.000 Fahrzeuge - könnten die CO2-Emissionen um gut 0,75 Millionen Tonnen im Jahr reduziert werden.

Die Energiebranche bereitet sich auf die Elektromobilität intensiv vor, weil sich die Mobilität für Energieversorger zu einem neuen Geschäftsfeld entwickelt. Dieser Wandel kommt nicht über Nacht, sondern zieht sich über mindestens ein Jahrzehnt. Die Herausforderung für die Energiewirtschaft ist überschaubar, vor allem wenn man bedenkt, wie und wo die Autos meist geladen werden, nämlich tagsüber am Arbeitsplatz oder nachts zu Hause. Und wer nicht die Möglichkeit hat, sich dafür eine Wallbox einzubauen, tankt Strom im Parkhaus oder vor dem Supermarkt.

Bei einer intelligenten Steuerung der Ladevorgänge pro Haushalt ist sogar der Um- oder Ausbau des bestehenden Energienetzes noch weiter aufschiebbar. Die Energiewirtschaft investiert zur Zeit viel in Erneuerbare Energie und in Ladeinfrastruktur. Auch der verstärkte Ausbau von Photovoltaik-Anlagen zur Eigenstromerzeugung leistet zur weiteren Verbreitung der Elektromobilität einen wichtigen Beitrag. Im Jahr 2018 betrug laut dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen am gesamten österreichischen Bruttostromverbrauch mehr als 72 Prozent. Mit einer weiteren Öko-Offensive soll der Anteil an erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf 85 Prozent steigen - eine europaweite Spitzenleistung.