2.Verschrotte dein Auto - und bestell nicht so viel online, das dir dann erst ein Auto liefert

Laut dem Umweltbundesamtist seit 1990 im Verkehrssektor eine Zunahme der Treibhausgase um rund 74 Prozent zu verzeichnen. Das liegt vor allem am Lkw-, aber auch am privaten Personenverkehr. Es gibt Alternativen, von A nach B zu kommen, die weitaus umweltfreundlicher sind, als alleine in einem Auto im Stau zu stehen: Bus, Bahn, Rad, Öffis. Die Abhängigkeit vom Auto ist aber besonders auf dem Land oft sehr hoch - hier gilt es, die Menschen, die vom Auto abhängig sind, nicht zu verteufeln, sondern sich zu überlegen, wie man diese Abhängigkeit beenden kann. Auch Carsharing oder Fahrgemeinschaften verringern den persönlichen Fußabdruck bereits ordentlich.

3.Steig nicht mehr
ins Flugzeug

In Schweden ist gerade "Flygskam" das große Modewort: Flugscham. Es ist peinlich und ein unangenehmes Gefühl, wenn man in den Flieger steigt. Zu Recht: Ein einziger Kurzstreckenflug emittiert durchschnittlich so viel CO2 wie ein regelmäßig genutztes Auto in einem ganzen Jahr. Der Verzicht aufs Fliegen ist wahrscheinlich der größte Hebel zur Verkleinerung der persönlichen CO2-Bilanz.

4.Kauf Kleidung und deine Elektrogeräte weniger und bewusster

Die britische Modedesignerin und Punk-Ikone Vivienne Westwood brachte es auf den Punkt: "Buy less. Choose well. Make it last." Frei übersetzt bedeutet das: Kauf weniger, achte auf Qualität und Haltbarkeit. Der besondere Fokus muss hier auf dem ersten Punkt liegen: Kauf weniger. Jedes einzelne Stück in unserem Besitz, dessen Lebensdauer man verlängert, bedeutet, dass der Bedarf für ein Ersatzprodukt später entsteht - egal, ob man die Winterjacke dann eben so lange trägt, bis sie wirklich kaputt ist, oder die Küchenmaschine zur Reparatur bringt, statt gleich eine neue zu kaufen.

Gemeinsam klimafreundlicher konsumieren

Auch wenn es sich anders anhören mag: Jede/r von uns kann klimafreundlicher konsumieren. Aber niemand von uns muss die Verantwortung für den Untergang des Planeten allein auf sich nehmen. Doch je mehr Menschen wir in unserem Umfeld motivieren, ihren eigenen Konsum wirklich zu hinterfragen, und je mehr wir zum Schluss kommen, dass Verzicht der eigentliche Gewinn ist, desto eher können wir etwas verändern.

Doch das Wichtigste kommt am Schluss: Niemand ist persönlich ein schlechter Mensch, wenn er oder sie nicht alles korrekt erfüllen kann. Niemand ist der Klima-Arsch, wenn man zwar nicht fliegt, aber hin und wieder aufs Auto nicht verzichten kann. Es ist wie in der Medizin: Die Dosis macht das Gift. Aber unser aktueller Konsum ist eine Überdosis für unseren Planeten.