Mehr Nähe als je zuvor

Zwischen Österreich und Israel besteht heute mehr Nähe, Verständnis und Vertrauen als je zuvor in unserer gemeinsamen Geschichte. Österreich hat klare Worte zur eigenen Mitverantwortung für die Gräuel der Nazi-Zeit und den Holocaust gefunden und versteckt sich nicht mehr hinter einer historisch unhaltbaren Opfer-Theorie. In einem Kommentar der angesehenen "Jerusalem Post" zur jüngsten Nationalratswahl in Österreich hieß es zuletzt: "Das Ergebnis dieser Wahl wurde sowohl im Büro des israelischen Premierministers als auch im israelischen Außenministerium mit einem breiten Lächeln quittiert. Israel bleibt mit Sebastian Kurz ein guter Freund erhalten - unter ihm ist Österreich einer der engsten Freunde Israels in Europa geworden." Eine ähnliche Formulierung wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Heute beschreibt sie schlicht und einfach die Realität.

Zum Abschluss noch zwei Beispiele abseits von Politik, Wirtschaft und Diplomatie: Dass heute mit Andreas Herzog ein Österreicher der beliebte Trainer des israelischen Fußball-Nationalteams ist, hat sicher nichts mit Politik, sondern mit der Qualität des neuen Trainers zu tun. Ein schönes und passendes Symbol für die Freundschaft zwischen Israel und Österreich ist es aber doch. Und für die unverbesserlichen Zweifler noch ein letztes Argument: Wer gab Israel, als es im Jahr 2018 den Eurovision Song Contest gewann, zwölf Jury-Punkte? Richtig, Österreich. Und von wem erhielt der Österreicher César Sampson damals zwölf Jury-Punkte? Richtig, von Israel.

Ein US-Anwalt würde jetzt sagen: "I rest my case."