Was wir brauchen, ist ein Gesamtplan zur Rettung unseres Planeten Erde. Österreich darf sich als Kernland der Einheit und angesichts seiner vielseitigen kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen durchaus seiner Verantwortung bewusst werden und die Lösung dieses planetaren Problemes angehen. Dieser Gesamtplan besteht aus einer Ideensammlung

Peter Kotschy ist pensionierter Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. - © privat
Peter Kotschy ist pensionierter Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. - © privat

zu den Inhalten und zur Implementierung einer nachhaltigen, ökologisch sozialen Marktwirtschaft weltweit;
für einen Plan zur Begrenzung des weltweiten Bevölkerungswachstums;

- © stock.adobe.com/aomvector
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und zur Schaffung einer politischen Institution, die dies alles weltweit bewerkstelligt.

Weit vorausblickende Einzelautoren, Gesellschaften, Institutionen (darunter der "Club of Rome"), Klimakonferenzen etc. haben schon fantastische Arbeit geleistet, aber was wirklich fehlt, ist ein Gesamtplan, um diese Punkte - aber wahrscheinlich auch mehr - zu erstellen. Vielleicht gibt es diesen Gesamtplan ja schon, vielleicht wurde er auch schon publiziert, vielleicht gibt es schon mehrere, vielleicht sogar viele.

Zu diesem Zweck, müssen wir aber einen "Club of Future Live" initiieren, der all das schon vorhandene Material zusammensucht und zu einem Gesamtkunstwerk zusammenstellt. Könnte nicht die Politik dies über die Vereinten Nationen schaffen? Nun, die UNO wurde zwar nach dem Zweiten Weltkrieg zwecks Verhinderung eines zukünftigen Weltkrieges geschaffen, sie könnte sich aber durchaus diesem Problemkreis widmen. Allerdings ist sie in ihrer Pluralität, gekennzeichnet durch Eigeninteresse, derzeit nicht in der Lage.

Der Endbericht dieses "Club of Future Live" könnte aber durchaus die Empfehlung aussprechen und nach einer weltweit im Internet stattfindenden Abstimmung der Weltbevölkerung - denn alle Menschen dieser Erde wollen ja unter menschenverträglichen Bedingungen weiterleben - die Vereinten Nationen und damit die Politik zur Durchführung des abgesegneten Gesamtkunstwerkes zwingen. Denn selbstverständlich wäre es nicht sinnvoll, zur Bewältigung des Problemes lauter neue Gremien zu schaffen.

Globale Abstimmung
im Internet

Die Corona-Krise zeigt uns deutlich unter dem Brennglas, dass ein solches Vorgehen in Zeiten des Internets möglich wäre. Auch gibt uns, erstmalig in der Geschichte der Menschheit, das Internet die Möglichkeit einer planetaren Abstimmung über ein humanitäres planetarisches Problem. Da jeder einzelne Mensch unserer Erde unter der Klimakatastrophe leidet beziehungsweise zukünftig, in weit größerem Ausmaß, leiden wird, spielen Einzelinteressen von Bürgern, Politikern, Staaten und Kontinenten keine Rolle mehr. Die Frage des Nichtzuganges zum Internet spielt in diesem Falle auch keine Rolle, da die Verantwortlichen für diese Bevölkerungsgruppen unter demselben Problem leiden und überleben wollen und daher eine positive Stellungnahme abgeben werden.

Das Argument für die Abstimmung der gesamten Weltbevölkerung hat den Hintergrund, dass damit Einzelinteressen von Politikern, aber auch Staaten, ausgeschaltet würden. Die Möglichkeit, dass Staaten den Internetzugang sperren, um ihre Bürger an der Abstimmung zu hindern, darf in diesem Fall ausgeschlossen werden, da nicht anzunehmen ist, dass Politiker den Hitzetod ihrer Bevölkerung verantworten wollen. Auch haben wir bei diesem planetaren Problem in Wahrheit keine Alternative.