Mehr als 30 Kommunikationswissenschafterinnen und -wissenschafter sowie rund 50 weitere Wissenschafter und Wissenschafterinnen fordern den Erhalt der "Wiener Zeitung" als Tageszeitung. Der Aufruf in Form eines offenen Briefs richtet sich an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). "In Zeiten von Fake News und zunehmender Desinformation hat der Qualitätsjournalismus neue, unverzichtbare Bedeutung gewonnen", steht in dem der beiden Kommunikationswissenschafter Josef Trappel und Walter Hömberg initiierten Schreiben. Das Medium Zeitung liefere regelmäßig die notwendigen Basisinformationen und biete damit Orientierung im Alltag.

Die Wissenschafter zeigen sich über das drohende Ende der ältesten noch erscheinenden Tageszeitung der Welt in Printform "irritiert". Auslöser für die ungewisse Zukunft ist die im Regierungsprogramm vorgesehene Abschaffung der Pflichtinserate im Amtsblatt der "Wiener Zeitung", die einen großen Teil der Einnahmen ausmachen. Eigentümer ist die Republik, als Eigentümervertreter fungiert das Bundeskanzleramt. Die "Wiener Zeitung" habe sich durch ihre seriöse und unabhängige Berichterstattung profiliert, weswegen die Wissenschafter die verantwortlichen Politiker auffordern, nach alternativen Finanzierungskonzepten zu suchen und ihre Fortführung zu garantieren.

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