Auch in Spanien und Portugal zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung wie in Griechenland ab (Rezession, steigende Arbeitslosigkeit, enorme Defizite, Abfluss von Geldeinlagen usw.), womit der Schluss naheliegt, dass das Konzept der Staatenlenker nicht aufgehen wird und es stehen somit die nächsten Pleitekandidaten und damit Belastungen für die Steuerzahler der Geberländer vor der Tür . Unabhängige Experten gehen davon aus, dass Griechenland ein 3.und Portugal ein 2. Hilfspaket benötigen werden und auch Spanien seinen Haushalt ohne Hilfen von Dritten niemals wird sanieren können.

Die jüngere Geschichte hat uns gezeigt, was wir von den Aussagen unserer Machthaber und regierungsfreundlichen Experten halten können, die chronologisch geordnet wie folgt aussahen. Finanzminister Josef Pröll: "Die übernommenen Haftungen sind ein Geschäft für Österreich". Finanzministerin Maria Fekter: "Es wird keinen Schuldenschnitt für Griechenland geben und wir werden kein Geld verlieren".

Mittlerweile wissen wir, dass die Voraussagen der unabhängigen internationalen Experten eingetreten sind und unsere Machthaber stückchenweise mit der Wahrheit herausrücken mussten nachdem die Fakten bereits die Spatzen vom Dach gepfiffen haben.

Werden jetzt die übernommenen Haftungen für die maroden Staaten schlagend, was als sicheres Ereignis anzusehen ist, dann droht auch der Abgang aus dem österr. Budget zu explodieren und die Staatsverschuldung wird deutlich ansteigen. Zusätzlich wird auch noch die eine oder andere Bank aufzufangen sein, womit sich die Bevölkerung bereits auf das nächste Sparpaket einstimmen kann.

Der moderne Pirat verfügt über ein breitgefächertes Lobbynetzwerk, beste Beziehungen zu den Machthabern und ist in der Lage sichs zu richten. So werden Teile von international geförderten Naturschutzgebieten für einflußreiche Unternehmen einfach in Bauland umgewidmet, was mit Sicherheit zu entsprechenden Strafzahlungen führen wird, welche selbstverständlich die Allgemeinheit und nicht der Bauwerber zu tragen hat. Auf einmal sind Teile eines Natura 2000 Gebietes weniger schützenswert, wobei man sich fragen muss, warum man diese Gebiete ursprünglich überhaupt in ein Naturschutzgebiet einbezogen hat und weshalb die Machthaber ohne erkennbarer Änderung der Grundvoraussetzungen auf einmal eine Umwidmung vornehmen. Nachdem dies meines Erachtens immer häufiger vorkommt, liegt der Schluß nahe, dass System dahintersteckt.

Durch das gestiegene Risikopotential aufgrund der übernommenen Haftungen für die maroden Staaten werden die Finanzierungskosten bei Eigenaufnahmen Österreichs langfristig ansteigen und damit eine zusätzliche Belastung darstellen. Steigt der Zinsenaufwand um nur 1-%-Punkt an, dann erhöhen sich die Finanzierungkosten bei einem offiziellen Schuldenstand Österreichs von über Euro 200 Mrd. auf lange Sicht um zumindest Euro 2 Mrd. im Jahr. Rechnet man jetzt auch noch die ausgelagerten Schulden sowie die Leasingverpflichtungen der Gebietskörperschaften hinzu dann verdoppelt sich der Mehraufwand auf zumindest Euro 4 Mrd. pro Jahr. Die zu erwartenden Belastungen aufgrund der übernommenen Haftungen für die maroden Staaten sind somit erheblich.