- © fotolia/Christian Schwier
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Kinder wissen um das Geheimnis der Verzauberung, wenn alles eine Seele hat. Und sie kennen die Einsamkeit der Gespenster, bis sie in der Verzauberung ihr Lächeln wiederfinden. Zu wenig Gemeinschaft, zu viele Gespenster. Zuvorderst jene von Ideologien, die rund um den Erdball Teilwahrheiten verabsolutieren. Im Namen ethischer, politischer und ökonomischer Superlative werden Umwelt, Werte, Menschen verbrannt. Flucht ohne Entrinnen - ins Private, in andere Parteien, andere Länder.

Kinder und Jugendliche gemahnen uns an das, wofür es zu leben lohnt: in den Elementen die Sinne entfalten; uns in die Kreisläufe der Natur eingebunden fühlen; schätzen, was man hat - sauberes Wasser, ausreichend und gut zu essen.

Kinder werden geboren und mit jedem von ihnen das Wunder, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist. Kultur als Antwort der Menschen auf die Fragen des Lebens über Grenzen hinweg. Bildung als Reise, Demokratie als gestaltete Gemeinschaft und der technische Fortschritt als kreatives Abenteuer.

Karl Pangerl ist BHS-Lehrer in Oberösterreich, Unesco-Schulreferent und Mitglied des Europa-Forums Alpbach. - © Foto: privat
Karl Pangerl ist BHS-Lehrer in Oberösterreich, Unesco-Schulreferent und Mitglied des Europa-Forums Alpbach. - © Foto: privat

Natürlich kämpfen gerade sie - mit Zerstreuung, Zweifel, Verletzlichkeit. Doch ihre Stärken geben Hoffnung: Liebe und Freundschaft, starke Gefühle, Offenheit für das Leben und seine Möglichkeiten; Energie und Mut, Grenzen zu erweitern; aber auch Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Teilen als Ausdruck davon, dass das Soziale an Stellenwert gewinnt.

Hoffnung vor dem Gipfel von Paris


Ihre Träume und Ziele wurzeln im Unmittelbaren: eingebettet sein in Familie, frohe Stunden mit Freunden, Sicherheit und vielleicht ein wenig Luxus. Gute (Aus-)Bildung, um einen Beruf wählen und schließlich das eigene Leben selbst bestimmen zu können. Die Freude an der Spitzenleistung fasziniert ebenso wie das soziale Engagement jener, die es geschafft haben. Fairness und Mitgefühl statt Verdrängung. Der Weg in die Informationsgesellschaft soll helfen, dass der Einzelne sich besser versteht, das soziale Netz sich verdichtet und Zusammenarbeit Synergien generiert.

Den Regenbogen leben. Als Gemeinschaft stets aufs Neue dieses flüchtige Gleichgewicht Wirklichkeit werden lassen zwischen Stärken und Schwächen, Individualität und Gemeinschaft, Sein und Vergehen, aufgehoben in jener farbenfrohen Verzauberung, die über Anfang und Ende hinausgeht. Mit den Träumen den Glauben bewahren, dass das Gute in einem wahr und richtig ist. Und die Hoffnung einer "Weltcharta eines gemeinsamen Fortschritts" an den UNO-Klimagipfel im Dezember in Paris.