Zunehmende Digitalisierung und Corporate Carsharing

E-Flotten und Corporate Carsharing könnten für die Mobilitätswende bei Unternehmen zum Traumduo werden. Die zunehmende Digitalisierung und die stärkere Vernetzung der Fuhrparks sind eine hervorragende Ausgangsbasis, um sich mit dieser neuen Art von Mobilitätsservices näher zu beschäftigen. Heute werden Elektrofahrzeuge von Firmen vorwiegend als Pool-Fahrzeuge eingesetzt, doch dies wird sich in den nächsten Jahren alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen massiv ändern. Einige Unternehmen haben schon damit begonnen, fossil betriebene Fahrzeuge nur noch als Pool-Fahrzeuge anzuschaffen, und die Elektrofahrzeuge quasi zum Firmenstandard erhoben.

Für Klein- und Mittelbetriebe sind sie bereits die kosten- und umweltfreundlichste Alternative. Die meisten Handwerksbetriebe, Architekten, Ingenieurbüros, Altenpflege oder auch kommunale und private Lieferbetriebe agieren in einem Radius von 50 bis 100 Kilometern, in Ballungszentren meist in noch geringeren Distanzen. Der Betrieb von E-Flotten bietet sich für diese Einsatzarten geradezu an, zumal die realistischen Reichweiten gegenwärtig zwischen 200 und 400 Kilometern liegen. Zudem tragen die aktuellen Diskussionen um Dieselfahrverbote zusätzlich zur Verunsicherung in der Wirtschaft bei - gravierende Konsequenzen drohen.

Individuelle Ladelösungen und strategische Ansätze nötig

Was für Verbrennungsmotoren die Tankstelle, ist für E-Fahrzeuge die Steckdose, die Ladesäule oder die Wasserstoff-Zapfsäule. Eine anwenderfreundliche, sichere, flächendeckende und leistungsfähige Ladeinfrastruktur stellt daher eine Grundvoraussetzung dar. Die Planung und Schaffung einer E-Roaming-fähigen Ladeinfrastruktur mit E-Mobilität aus erneuerbarer Energie sind derzeit mit hoher Intensität im Gange. Die Möglichkeiten zur Ladung sind sehr unterschiedlich, von der privaten Ladestelle - auch mittels einer eigenen Photovoltaik-Anlage - über halb-öffentliche bis hin zu öffentlichen Ladestationen. Anbieter von Abrechnungssystemen bieten bereits heute praxiserprobte Lösungen für eine getrennte Verrechnung von privat beziehungsweise für das Unternehmen benötigter Energie.

Einige Unternehmen beginnen die Mobilität mit einem ganzheitlichen Ansatz bereits neu zu denken. Alle Fuhrparkverantwortlichen und -betreiber sind gezwungen, sich verstärkt mit der Hebung des ökologischen und des ökonomischen Chancenpotenzials ihrer Fahrzeugflotte zu beschäftigen. Mit neuen innovativen, digitalen Mobilitätsservices haben sie die Möglichkeit, sich strategische Planungstools für eine kurz- und mittelfristige Umstellung ihrer Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge aufzubauen, um Mehrwert zu lukrieren. Eine professionell durchgeführte Analyse unter Einbindung der kommenden Fahrzeugvernetzung eröffnet den Unternehmen einen ausgezeichneten Blick auf vorhandene Chancen sowohl aus ökologischer Sicht (Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Einsatzmöglichkeiten für Elektrofahrzeuge) als auch mit Blick auf ökonomische Faktoren (Kostenreduktionen im Fuhrpark, Treibstoffverbrauch, Mitarbeitereinsatz, nutzenstiftende neue Business Solutions).