Die Haager Konferenz für internationales Privatrecht debattiert derzeit darüber, Standards für die Praxis der Leihmutterschaft festzulegen. Das klingt durchaus vernünftig, hätte aber zur Folge, dass nationale Verbote wie jenes in Österreich ausgehöhlt würden. Bisher finden die Beratungen und Abstimmungen ohne eine breite öffentliche Debatte statt. Es werden nur Reproduktionsmediziner und Juristen um ihre Expertise gebeten. Andere Berufsgruppen wie Kinderärzte, Psychologen, Hebammen oder Psychotherapeuten, die mit den negativen Folgen dieser Medizin zu tun haben, werden nicht gehört, ebenso wenig die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie die Leihmütter und Spenderinnen.

Es formiert sich deshalb Widerstand: In Frankreich, Großbritannien, Schweden, Italien, Rumänien und nun auch in Österreich haben sich Experten zusammengeschlossen, um für ein weltweites Verbot der Leihmutterschaft einzutreten (www.stoppt-leihmutterschaft.at). In einer Stellungnahme wird ausführlich beschrieben, warum man für ein Verbot eintritt. Unabhängig von der jeweiligen Weltanschauung sind sich die Experten dabei in einem Punkt völlig einig: Leihmutterschaft widerspricht den Menschen- und Kinderrechten.