Unabhängig davon, ob sich die Transitzentren doch noch realisieren lassen, oder ob es bei einer Unterstützung beim Grenzschutz bleibt: Es wird auch in Zukunft Aufgabe der EU sein, sicherzustellen, dass der dort verhandelte Teil der EU-Migrationspolitik nach humanen Kriterien abläuft. Eine Aufgabe, die finanziellen und diplomatischen Einsatz erfordert.

Horror-Lager wie jene in Libyen, in denen Menschen gefoltert und vergewaltigt werden, oder Abschiebungen tausender Menschen in die Wüste, wie in Algerien innerhalb der vergangenen 14 Monate geschehen, können nicht akzeptiert werden. Und natürlich darf die Politik nicht bei der Bekämpfung der Symptome stehen bleiben. Es gilt die Ursachen von Migration und Flucht - Überbevölkerung, Armut, Kriege - zu bekämpfen, um den Menschen Perspektiven in ihren Herkunftsländern zu schaffen. Die EU wird das nicht alleine stemmen können, aber sie ist verantwortlich, ihren Teil dazu beizutragen.

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