Also wenn das so weitergeht, werden wir irgendwann nur noch Packerlsuppen, Instant-Erdäpfelpüree und Babybrei essen. Und als Nachspeise Pudding. Schoko oder Vanille? (Für mich Schoko, bitte.) Die Österreicher werden jedenfalls ihre Ernährung radikal umstellen müssen. Auf Speisen, die durch ein Strohröhrl passen. Oder die man löffeln kann.

Wenn was so weitergeht? Na, das mit der Gewalt. Werden bei uns denn so viele Zähne eingeschlagen und Kiefer gebrochen? Keine Ahnung. Selbst wenn: Die Messer sind trotzdem das größere Problem. (Die sind dauernd in den Nachrichten.) Erst unlängst hab ich in der U-Bahn ein paar Gesprächsfetzen aufgeschnappt. Zwei ältere Damen haben sich da über einen Walter unterhalten. Irgendwas mit sechs Herzstichen und "furchtboa". Öha. Sechs Herzstiche? Diesen Overkill kann der Walter unmöglich überlebt haben. Aber offenbar schon. Er hat sogar gewonnen. Und eigentlich war er der Täter, hat vielmehr er die beiden Damen niedergemetzelt. Okay, bei einem Kartenspiel. Es hätte allerdings durchaus ein Verbrechen gegen Leib und Leben gewesen sein können, oder? Weil ja genug fehlsozialisierte Söhne, die der Mama anscheinend nie beim Geschirrabwaschen geholfen haben und jetzt nicht wissen, wo was hingehört, den Hosensack ständig mit einer Bestecklade verwechseln. Umso bedenklicher, dass es immer noch Fernsehsendungen gibt, die ihnen beibringen, wie sie mit dem Messer ganz besonders geschickt umgehen. Wo sie so Techniken lernen wie den "Schmetterlingsschnitt". Ach, wie sie jemanden mit dem Butterflymesser fachkundig aufschlitzen? Na ja, eher wie ein Schnitzel doppelt so groß wird. (Diese Typen schauen "Schmeckt perfekt"?)

In zweieinhalb Wochen wird sich die Bevölkerung aber eh wieder sicher fühlen können. Sobald das neue Waffengesetz gilt. Müssen die Fernsehköche und -köchinnen etwa ab Jänner ihre Gerichte messerfrei zubereiten? Oder gleich mit bloßen Händen? So ähnlich. Asylwerber und Nicht-EU-Bürger müssen ihre Hosentaschen zunähen. Und die Asylwerberinnen und Nicht-EU-Bürgerinnen ihre Handtascherln zupicken? Tschuldigung, sie dürfen lediglich keine Stich- und Hiebwaffen mehr bei sich haben. Oder überhaupt Waffen. Und womit wehren die sich dann gegen die bewaffneten EU-Bürger? - Mit dem Handy! Indem sie 133 wählen!

Was? Keine verpflichtenden psychologischen Tests für Köche, Fleischhauer, Kebabstandler und alle andern, die beruflich rumschnipseln? (Und wenn ein Fleischer durchfällt, weil er emotional instabil ist? Muss er die Rinder und Schweine halt mit einem Löffel umbringen. Kriegen sowieso nix mehr mit, nachdem sie der Bolzenschussapparat ausgeknockt hat.) He, und was ist mit dem Arbeitnehmerschutz außerhalb der Küche? Tja, das Servierpersonal ist den Türkis-Blauen wieder einmal völlig wurscht. Wie beim Rauchen. Zum Glück. Sonst wird der Gästebereich zur Waffenverbotszone. Und eine Küchenhilfe schneidet dem Gast das Essen vor. Wie einem kleinen Kind. Unser Wiener Schnitzel können wir dann mit Stäbchen essen. Wieso nicht mit der Gabel? Das ist eine Stichwaffe, hallo? Sollte also irgendwer vorschlagen: Warum die Messer nicht einfach generell verbieten? Darum: Packerlsuppen, Instant-Erdäpfelpüree, Babybrei und als Nachspeise Schoko- oder Vanillepudding.