Nun aber sagt sie alles ab: In Salzburg springt Veronica Cangemi für sie ein, ein Duoabend mit Angelika Kirchschlager wird von der Österreicherin im Dezember nun allein bestritten.

Wenn es aber nur das wäre! Die Homepage von Barbara Bonneys Agentur IMG Artists steuert eine Meldung bei, die Bonney ha be aus persönlichen Gründen alle Termine abgesagt und werde nicht mehr von IMG vertreten. Diese trockene Version wird von fast allen Konzertveranstaltern übernommen.

Nur die Londoner Wigmore Hall gibt eine "familiäre Krise" als Grund an. Und das lässt tief blicken.

Nach ihrer Scheidung vom schwedischen Bariton Håkan Hagegård, heiratete Barbara Bonney den Londoner Musikmanager Maurice Whitaker, seines Zeichens Abteilungsleiter der Agentur IMG Artists.

Offenbar steckt also nicht, wie von vielen befürchtet, eine Krankheit hinter Barbara Bonneys Absagenserie, sondern eine Beziehungskrise, wodurch auch die Trennung von der Agentur logisch wird, in der ihr Mann eine wichtige Position bekleidet.

Dem Musikliebhaber bleibt nur die selbstsüchtige Hoffnung, dass Barbara Bonney die Krise bald überwindet und auf die Bühnen und Podien zurückkehrt.

Apropos Eheprobleme: Anne-Sophie Mutter und André Previn gehen getrennte Wege. Vor vier Jahren haben die Stargeigerin und der Dirigent geheiratet. Für Anne-Sophie Mutter war es die zweite Ehe, für Previn die fünfte.

Boshafte Zungen munkeln, Mutters Vorliebe für reife Männer vertrage sich nicht mit ihrer Lebenslust: Die 43-jährige Musikerin soll den 77-jährigen Dirigenten und Komponisten mit gesellschaftlichen Aktivitäten überfordert haben.

Schon Mutters erster Mann, der Münchner Rechts anwalt Detlef Wunderlich, war 28 Jahre älter als die Geigerin. 1995 starb er. Danach sah man die Mutter häufig an der Seite des damals 75-jährigen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch.

Previn behauptet, zu seinen Ex-Frauen ein gutes Verhältnis zu haben. Somit braucht Anne-Sophie Mutter nicht zu fürchten, an der Widmung von Previns Violinkonzert an sie könne sich etwas ändern.

Fraglich ist schon eher, ob sie das Werk auch weiterhin im Repertoire behalten wird.

Und noch ein Beziehungskonflikt ist eskaliert: Andrea Breth hat die "Wallenstein"-Inszenierung im Wiener Burgtheater endgültig abgesagt und sich in psychiatrische Behandlung begeben. Grund dafür dürfte sein, dass sich die Regisseurin von ihrer Lebensgefährtin Elisabeth Orth getrennt hat.

Andrea Breth gilt als extrem sensibel - was mit ein Grund war, dass man ihr die Führung des Burgtheaters nicht zugetraut hat. Auch diese Niederlage im Rennen um die Klaus-Bachler-Nachfolge soll Andrea Breth psychisch sehr getroffen haben.