Zuletzt fragt mich das Kind der Künstlerin, ob ich weiß, wer die Transformers sind. Ich natürlich ja. Welcher ist dein Lieblings-Transformer? Bäng. Bumm. Fall um. Konsequent geknackt von einem Sechsjährigen. Wenn der später mal zum FBI geht, sagen wir zum Beispiel als internationaler Experte fürs knallharte Kreuzverhör, dann kann sich der Trump warm anziehen, falls noch was zu Russland offen ist. Dafür darf ich mir jetzt den Transformers-Film anschauen. Gemeinsam mit dem Kind der Künstlerin. Habe ich ihm versprochen. Anders wäre ich aus der Sache nicht mehr rausgekommen. Das Kind der Künstlerin setzte schon zur nächsten Frage an. Das wollte ich dann doch vermeiden.

Kennst du vielleicht den besten Freund vom Winnetou? Es ist wie beim Streiten an der Kassa im Supermarkt. Die guten Argumente fallen einem immer erst viel später ein. Da habe ich mich längst schon wieder mit den Erwachsenen unterhalten auf der Party. Und dabei gelernt, dass der Mensch von heute seine Musik nicht mehr von der CD hört, sondern aus dem Internet holt. Mehr noch. Er kann vom Strand in Thailand aus daheim im Wohnzimmer das Licht ausschalten, erzählt der moderne Mensch von heute und zeigt dabei stolz so ein kleines Plastikding her, mit dem er das kann. Angeblich. Weil in Thailand sind wir ja nicht. Ich frage den modernen Mensch, ob er auch mit seinem Staubsauger redet. Niemand lacht.

Dafür treffe ich diesen alten Freund wieder, der unlängst auch modern geworden ist und meinte, ich solle ihm keine Bücher mehr schicken. Wenn schon, dann Computerdateien bitte. Mein Argument, dass ich in so einem Fall allein und nackt den Stromtod sterben würde, weil mir der Computer beim Lesen ganz sicher in die Badewanne fällt, wurde ignoriert. Mein Freund liest im Bett. Das war vor circa einem Jahr. Mittlerweile darf ich ihm auch wieder richtige Bücher schicken. Die riechen besser. Da kommt die moderne Welt nicht mit, meint mein Freund. Es sei denn, die lassen sich was einfallen.