Tja, in China müsste man halt sein. Nein, natürlich nicht. (Corona und so.) Aber die Luftqualität ist dort zurzeit bestimmt deutlich besser als hier in Wien. Oder auch nicht. (Corona und so.)

Schon irgendwie eine Ironie. Da klagen die in China ständig über die schlechte Luft (wieso hängen sie nicht einfach ein Duftbäumchen an jeder Straßenlaterne auf?), und dann ist sie endlich einmal besser, weil weniger Autos herumkurven oder gleich überhaupt ein striktes Fahrverbot herrscht, und die Leute können trotzdem nicht aufatmen. Im Gegenteil. Jetzt tragen sogar ihre Hunde Atemschutzmasken beim Gassigehen. Selbstgebastelte aus Pappbechern. (Gummibandel dran, Schnauze rein. Ist zugleich ein recycelbarer Maulkorb. Genial.) Hunde tun basteln? Eher nicht, doch dafür ihre Herrchen und Frauerln, die das mit der Maskenpflicht eventuell ein bissl missverstanden haben. Das Gesichtsenthüllungsverbot gilt nur für Menschen! Obwohl: Wenn sich ein Mensch bei einem Schuppentier (oder einer Schlange?) mit Covid-19 anstecken kann, warum nicht auch umgekehrt ein Tier bei einem Menschen? Und nachher infiziert dasselbe Tier einen anderen Menschen. Und Schuppen kann ein Hund genauso haben. Ach, ob man sich deshalb immer die Hände waschen soll, nachdem man sein Haustier angegriffen hat? Wahrscheinlich. Zumindest wenn es in China war oder gar noch ist. Oder vielleicht sollte man das Haustier waschen. Mit einem Anti-Schuppen-Shampoo. Lieber zu viel waschen als zu wenig. Immerhin sind bereits über 2000 Personen an dem Virus gestorben. Andererseits sterben pro Jahr angeblich allein in China 1,8 Millionen an der Luftverschmutzung. Und in Neu-Dehli soll es so schlimm sein, als würde man täglich zehn Zigaretten rauchen. ("Neu-Dehli liegt in Indien." Ich weiß, Heinz. "Und zehn Tschick schaff i in ned amal ana Stund. Und der Tag hat 24 Stunden.") He, das Coronavirus rettet womöglich in Wahrheit Leben!

Ja, in China allenfalls. Aber sicher nicht meins in Wien. Schön langsam merken wir nämlich, wie abhängig wir von den Chinesen sind und dass uns nicht bloß das Plastikspielzeug ausgehen wird, wenn die nicht bald wieder voll reinhackeln. Viele werden sich da wohl noch g’schwind ein Auto anschaffen, bevor die Dinger aus sind, weil keine neuen mehr gebaut werden können - ohne die Teile aus China. Selbst ich denke daran. Und dabei hab ich nicht einmal einen Führerschein. Ist es schon zu spät, ihn zu machen? Damit ich im Ernstfall Menschenansammlungen (die U-Bahn) meiden kann? Beim Autofahren wird man ja höchstens angehupt, nicht angehustet. Und man muss sich danach nicht die Hände waschen. Oder doch? Hm, so oft, wie mir irgendwelche Epidemiologen sagen, ich solle mir die Hände waschen, müssten die Seifenhersteller eigentlich grad das Geschäft ihres Lebens machen.

Ich tätige jetzt jedenfalls Hamsterkäufe beziehungsweise Hamsterbestellungen von Waren des täglichen Bedarfs. Also von Gewand. Ohne die Chinesen müssen wir ja anscheinend nackt herumlaufen. (Noch dazu zu Fuß.) Und weil die Lieferwägen der Paketzusteller halt alle einen Auspuff haben . . ., aber ich hab echt nimmer länger warten können. Wann hätte ich denn, bitte, anfangen sollen mit dem Hamstern? Wenn’s jeder tut und nix mehr da ist? Beim Hamstern muss man eben der Erste sein. Dann hat man die größte Auswahl.