Ein Meter REICHT beim Social Distancing halt einfach nimmer. Seit Montag müssen wir uns deshalb NOCH sozialer distanzieren. Na ja, das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen, und je weiter der nächste Mensch von einem selber weg ist . . . - klingt also eigentlich ganz vernünftig, dass wir den Babyelefanten jetzt aufblasen sollen. Auf die doppelte Größe. Womit denn? Mit der Fahrradpumpe? Und wenn er dabei platzt? Wie soll er dann die coronapartygeilen Mutanten aus Großbritannien niedertrampeln? Andererseits: Wenn der BREXIT die nicht aufhalten hat können . . .

In der Praxis wird das sowieso nix werden, das mit den zwei Metern. Warum? Wegen der Corona-Müdigkeit? Wegen der Querdenker? Oder weil nicht jeder eine Fahrradpumpe daheim hat? Nein, schuld ist meine Matratze. Die IST nämlich zwei Meter lang. Zwei Meter - das hat in der Pressekonferenz jedenfalls viel kürzer geklungen. Und auch der Faßmann war mir keine große Hilfe. Der wurde bekanntlich aufgrund seiner 2,03 Meter als Nachfolger vom Babyelefanten vorgeschlagen. Den Bildungsminister seh ich zwar dauernd in den Nachrichten, allerdings immer nur senkrecht (und stark verkleinert, sonst hätte er im Fernseher schließlich keinen Platz). Aber wenn die zwei Meter plötzlich in ungekürzter Fassung im eigenen Bett VOR einem liegen . . . (Die sind verdammt lang.) He, vielleicht ist "zwei Meter" in Wahrheit ein Synonym für: EINEN Meter? Einige tun sich ja offenbar schwer mit dem Abschätzen von Entfernungen. Deren Babyelefant war bestenfalls ein halberter, ein Frühchenelefant. Und ein halber plus ein halber ist, na? (Wieso hat man keine HEIMISCHE Spezies gewählt, mit der die Österreicher vertrauter sind? Ski zum Beispiel. Hätte man den Leuten gesagt, sie sollen sich imaginäre Brettln anschnallen, wären die Infizierten-Zahlen . . . NOCH höher.)

Sollten zwei Meter dennoch ZWEI Meter sein, dann sind die Gehsteige aber eindeutig zu schmal. Ach, muss der Gesundheitsminister halt wieder eine Verordnung schreiben. Dass die Gehsteige lediglich in einer Richtung begangen werden dürfen und jegliches Überholen untersagt ist. (Okay, bis sämtliche Einbahn- und Überholverbotstaferln aufgestellt sind, ist die Bevölkerung längst durchgeimpft.) Und die Warteschlangen vor den Zebrastreifen wären ebenfalls kein Problem mehr, sobald diese lächerlichen Grünphasen für Fußgänger endlich verlängert würden. Auf zehn Minuten. Obendrein eine verkehrsberuhigende Maßnahme. Moment: Überholverbot? Und die Jogger? Müssen eben langsamer laufen. Oder bloß noch bei Regen. Zumindest gilt die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstandes nicht "unter Wasser". Außerdem heißt das "Gehsteig", hallo? Nicht "Laufsteg". Und soll uns die neue Normalität nicht angeblich "entschleunigen"? Auf der Rolltreppe sollte sie uns freilich lieber be-schleunigen. Wenn wir da immer fünf Stufen frei lassen müssen, kommen wir infolge des Rückstaus auf dem Bahnsteig womöglich nicht einmal aus der U-Bahn raus, bevor Letztere wieder abfährt. Die Rolltreppen sind schlichtweg zu - lahm. Würde man ihre Geschwindigkeit verdoppeln oder gleich verdrei-, -vier-, -fünffachen . . .