Jetzt muss die Stadt Wien also schon Falken abrichten, die den Rauchern, die im Freien tschicken (zum Beispiel auf ihrem Balkon), die Zigaretten entreißen. Denn mit Rauchverboten gewöhnt man diesen Selbstmordattentätern ihre dauernden Anschläge aufs Gemeinwohl anscheinend doch nicht ab. Oder mit Todesdrohungen. Tschuldigung: Warnhinweisen. ("Ehschowissen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu." - Äh, das Tragen eines Sprengstoffgürtels?)

Na ja, spannen die Terroristen halt einfach den Regenschirm auf und paffen darunter fröhlich weiter. Lieber sollte man die Luftwaffe auf Schnuller ansetzen (auf diese Einstiegsdroge) und das Übel an der Windel packen. Okay, das mit den Falken hab ich erfunden. Man versucht es eh weiter mit rauchfreien Zonen. Die Donauinsel ist neuerdings eine. Und der Wienerwald. Hm. Um die frische Luft vor dem Passivrauchen zu schützen? Und die Viecher? Es ist ja echt nicht sonderlich romantisch, wenn einen die Eichkatzerln anhusten, die Enten nackert auf der Donau treiben, weil sie wegen der Chemo keine Federn haben, Vögel mitten im Flug verröcheln und einem genau aufs Picknick fallen ("Kamikaze OPD") oder ein Reh ein quietschendes Wagerl mit Sauerstoffflaschen hinter sich herzieht.

Ach nein, da geht’s überhaupt nicht um die Gesundheit der Fauna. Das ist wegen der Hitzewelle. Oh, und dafür macht man die Raucher verantwortlich? Die sind doch nur schuld an der Erderwärmung im Winter. Die wir aber eigentlich dem Rauchverbot zu verdanken haben. Die Wirte müssen draußen fleißig Heizpilze aufstellen, damit die Kälte vor der Tür Zimmertemperatur hat. Aus humanitären Gründen. Genfer Flüchtlingskonvention und so. Ist freilich ohnehin bloß eine Übergangslösung. Ab der Wintersaison 2018/19, nach Inkrafttreten des generellen Rauchverbots (die Gastronomie erwartet ein Süchtlings-, hoppala: Flüchtlingsdrama auf den Gehsteigen, bibbernde Massen), errichtet die Innenministerin sowieso Zelte vor den Lokalen, um die Vertriebenen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt werden, angemessen zu betreuen. Mit Aschenbechern. Und wenn man die Fetzenhütten luftdicht verschließt, gelangt auch kein einziger Plusgrad in die Atmosphäre. (Momenterl: Gehören Raucher nicht zu einer "bestimmten a-sozialen Gruppe", nämlich eben zu den Rauchern? Und werden die Grünen dann ausnahmsweise Flüchtlingszelte begrüßen, solange dadurch Parkplätze vernichtet werden?)

Die Raucher können jedenfalls nix fürs derzeitige Schwitzen. Dass das Klima, das bekanntlich im Wechsel ist, Hitzewallungen hat. Das liegt . . . am Sommer? Blödsinn. Am Grillen! (Deshalb ja das Grillverbot auf den Grillplätzen.) Die Griller haben den Sommer heuer bereits so aufgeheizt, dass der Regen verdunstet, bevor er auf dem Boden ankommt (und der Nachbarsköter schafft’s nicht einmal mehr, bis zum Baum zu pinkeln), und infolge der anhaltenden Trockenheit herrscht nun akute Waldbrandgefahr.

Aha, und weil Raucher mit offenem Feuer hantieren . . . He, vielleicht sind diese Dinger an den Bäumen im Park gar keine Schädlingsfallen. Sondern Rauchmelder. Und wenn sich einer eine anzündet, gehen die Rasensprenger los und verscheuchen das pofelnde Gesindel. Das interessiert mich jetzt. Heinz, willst dich nicht aufs Bankerl da setzen, während ich irgendwo dort drüben . . .