Diese Bundespräsidentschaftsstichwahlwiederholungsverschiebung ist echt nix für Leute mit einer Leseschwäche. Aber die Bundespräsidentschaftsstichwahlwiederholung zu verschieben, das war halt unerlässlich. Wegen diesem blöden Bundespräsidentschaftsstichwahlwiederholungswahlkartenleimspurdefekt.

Den Bundespräsidentschaftsstichwahlwiederholungsverschiebungstermin sollte man freilich noch einmal überdenken. Das Datum allein liefert nämlich schon einen ausreichenden Grund für eine Wahlanfechtung. Wie ein Hobbyverfassungsrichter rausgefunden hat, enthält es eine versteckte Wahlempfehlung: "Vierter Dezember, Bundespräsidentenwahl." (VDB - Van der Bellen.) Und diese subliminale Wahlwerbung könnte das Wahlergebnis beeinflussen. Außerdem ist das der zweite Adventsonntag. Nicht nur, dass die Bundespräsidentschaftsstichwahlwiederholungsverschiebungswahlkartenersatzaußenkuverts leichtentzündlich sind (na ja, Papier eben) und man deshalb auf alle den Warnhinweis "Wahlkarte nicht neben dem brennenden Adventkranz ausfüllen" draufdrucken muss, haben auch noch die Punschstandln bereits offen. Und es ist fraglich, ob Alkotests im Wahllokal überhaupt zulässig sind, damit das Ansehen des zukünftigen Bundespräsidenten nicht Schaden nimmt, wenn er womöglich von Wählern ins Amt gewählt wird, die nimmer fähig sind, einen Kuli ordnungsgemäß zu lenken, und sich später nicht mehr erinnern können, wo sie ihr Kreuzl gemacht haben. Und wetten? Diesmal wird die Druckerschwärze nicht halten! Sich einfach vom Papier wischen lassen!

Am Ende wird’s wohl darauf hinauslaufen, dass man aus den Stimmzetteln einen großen Haufen machen wird (im Ernst-Happel-Stadion) und die Glücksfee (die Nationalratspräsidentin) wird einen glücklichen Gewinner herausziehen. Live zeitversetzt im Fernsehen. So können noch etwaige Pannen rausgeschnitten werden. Wenn also beim Verlesen des Namens das Mikrofon ausfällt. Ach, ein plötzliches Schneegestöber wird aus den Zetterln sowieso noch vor der Ziehung Papiermaché machen. Und sollten wir jemals doch noch einen Bundespräsidenten derwählen, werden beim Aufhängen seines Bildes in den Klassenzimmern die Nägel infolge von Materialermüdung aus den Wänden brechen.

Als läge ein Fluch auf dieser Wahl. Ja eh. Genau das wird die kriminaltechnische Untersuchung der Bundespräsidentschaftsstichwahlwiederholungswahlkartenklebeschwäche ergeben. Dass ein fluchender Einzeltäter schuld ist. Okay, dass just dann, wenn sich in Österreich die Wahlkarten auflösen, die Samsung-Galaxy-Note-7-Handys aus Südkorea explodieren, ist trotzdem ein merkwürdiger Zufall. Aber warum sollte Apple unsere Wahlkarten hacken und eine Selbstzerstörungs-App installieren?

Und wer hat nun geflucht? Es war - Trommelwirbel - jedenfalls kein Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän. Sondern der Richard Lugner, wer sonst? Schließlich hat der ORF den sechsten Bundespräsidentschaftskandidaten damals vor dem ersten Wahlgang nicht bei den TV-Duellen mitmachen lassen. Hm. Diesen öffentlich rechtlichen Typen hat die Mama offenbar nie "Dornröschen" vorgelesen. Nicht eingeladene Feen können verdammt stinkig werden. Die Bundespräsidentschaftswahl 2016 wird jetzt 100 Jahre dauern.