Blutrote Bäume im Weißen Haus: Ob da Weihnachtsstimmung aufkommt? - © APAweb, Reuters, Leah Millis
Blutrote Bäume im Weißen Haus: Ob da Weihnachtsstimmung aufkommt? - © APAweb, Reuters, Leah Millis

Während ganz Wien aufatmet, dass endlich wieder ein Herzerlbaum steht, haben die USA ein neues Christbaumproblem aufgerissen. Im Weißen Haus hat Melania Trump ihre Weihnachtsdekoration präsentiert. Die unterscheidet sich, wenn man ehrlich ist, stilistisch nicht viel vom Kugelglanzkitsch ihrer Präsidentengattinnenvorgängerinnen. Und doch hat ein Detail der saisonalen Inszenierung die Menschen regelrecht verstört. Einen Gang hat Melania Trump nämlich mit einer Allee von rot gefärbten Bäumen bestückt. Nicht nur auf Sozialen Medien fragt man sich nun: Was will sie uns mit den Blutbäumen sagen?

Wie so oft in Situationen der Alltagsbeobachtung absurd reicher Menschen behilft man sich mit Ironie und einem gerüttelt Maß an Sarkasmus. Und so wurden Fotos von den beträchtlich einschüchternd wirkenden, spitzen, roten Bäumen in Windeseile bearbeitet: Ein User hat die Kegeln zu Monstern gemacht, indem er ihnen Augen und einen schreienden Mund verpasst hat. Ein anderer hat ihnen die Häubchen aus der Frauenunterdrückungsdystopie "The Handmaid’s Tale" aufgesetzt. Wieder ein anderer hat die grusligen Zwillinge aus dem Horrorfilm "Shining" zwischen die Bäume gesetzt. Nur einer hat sich in der ganzen Hysterie eine gewisse bodenständige Profanie bewahrt: Der fühlt sich nämlich an große Autowaschanlagenbürsten erinnert. Festlich ist anders, aber zumindest kann man nicht sagen, dass Melania Trump nicht für bemerkenswerte Weihnachten gesorgt hat.