Glasgow und Florenz waren es schon. Genauso wie Stockholm, Liverpool, Madrid, Prag oder Graz und Linz. Die Rede ist von der "Europäischen Kulturhauptstadt", die nach 2003 (Graz) und 2009 (Linz) 2024 wieder einmal an Österreich gehen soll. Nun sollte man annehmen, dass die durchaus lange Liste an namhaften Städten klarmachen sollte, dass die durchaus kostspielige Aktion nicht für eine Kleinstadt mit Dorfcharakter gedacht (und wohl auch nicht finanzierbar) ist. Immerhin hatten sowohl Graz als auch Linz Kosten jenseits der 60 Millionen Euro zu tragen (und tragen einen guten Teil davon vermutlich heute noch). Doch das schreckte Bad Ischl bisher nicht ab, weiter an einer Bewerbung für sich und die Region zu basteln.

21 Millionen Euro, also gut ein Drittel vom üblichen Budget, will man aufstellen. Doch das Land Oberösterreich machte nun klar, dass es die Bewerbung des Salzkammerguts mit Bad Ischl an der Spitze nicht unterstützen wird. Von "unrealistischer Kalkulation" ist beim Land die Rede - anhand der Fakten wohl nicht ganz zu Unrecht. In Linz hatte das Land ein Drittel der Kosten getragen. Hundertschaften an Projekten von namhaften Künstlern sollte so ein Kulturjahr umfassen - da ist es mit ein bisschen Trachtenkirtag und Alpenkitsch wohl nicht getan.

Ende Dezember läuft jedenfalls die schriftliche Bewerbungsfrist für 2024 ab. Außer dem Salzkammergut sind noch St. Pölten und Vorarlberger Gemeinden unter der Federführung Dornbirns im Rennen.